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Braunschweiger Krematorium vor der Privatisierung?

von Robert Braumann



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02.10.2014


Braunschweig. Unwirtschaftlich und sanierungsbedürftig? Schon im Juni 2013 wurde mit großer Mehrheit im Rat die Einleitung eines Privatisierungsverfahrens für das städtische Krematorium beschlossen. Doch danach hat sich nicht wirklich etwas getan. Die Beschäftigten sorgen sich um ihre Stellen und niemand weiß so recht wie es weitergeht – eine Öffentliche Anfrage der LINKEN von der jüngsten Ratssitzung (30.09.2014) soll Licht in die Sache bringen.

Als Gründe für die Privatisierung wurde unter anderem ein Sanierungsstau von rund 1,4 Millionen angeführt. Die Betriebsabrechnungen weisen in den letzten Jahren kontinuierlich abnehmende Kostendeckungsgrade von mittlerweile um 60 % aus. Am 29.01.2014 kam es dann im Verwaltungsausschuss zu dem Beschluss, dass die Verwaltung in Verhandlungen mit den Kirchen über eine gemeinsame Trägerschaft für die Braunschweiger Friedhöfe eintreten soll. Auch das Krematorium könnte laut Beschluss an den Verhandlungen beteiligt werden. Bis heute scheint dennoch nicht viel passiert zu sein. Für viele Beschäftigte ergibt sich so eine Hängepartie. Vor diesem Hintergrund stellte DIE LINKE im Rat eine Öffentliche Anfrage. Zentrale Punkte: Gibt es eine Perspektive für das Krematorium? Wie sieht es mit den Privatisierungsplänen aus und wurden die Vorschläge der Mitarbeiter zu möglichen Verbesserung gehört?

Wie geht es weiter?


Die Antwort aus dem Rat liegt bereits vor.  Aus dem Vergabeverfahren ist ein Interessent hervorgegangen, eine Bietergemeinschaft (BIEGE) von elf Bestattern aus Braunschweig sowie dem Umland. Bisher konnte aber keine endgültige Einigung erzielt werden. Voraussichtlich wird am 27. November über eine neues Angebot entschieden. Die Privatisierungspläne sind also weiterhin aktuell. Eine gemeinsame Trägerschaft mit den Kirchen kam nach Verhandlungen nicht in Frage und ist aus dem Rennen. Die Vorschläge der Mitarbeiter wurden zur Kenntnis genommen. Allerdings kommt für die Bietergemeinschaft kein gemeinsame Betreibergesellschaft in Frage. Die Perspektive für das Krematorium scheint also in privater Hand zu liegen. BraunschweigHeute.de bleibt für Sie an der Sache dran und informieren Sie, sobald es etwas Neues gibt.


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