Braunschweig

Braunschweiger Künstlerin erhält Jahresstipendium für Bildende Kunst

Kulturminister Björn Thümler vergibt drei niedersächsische Jahresstipendien für Bildende Kunst. Eines davon geht an die Braunschweiger Künstlerin Reiko Yamaguchi.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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25.05.2020

Braunschweig. Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler vergibt 2020 drei Jahresstipendien für Bildende Kunst mit einer Dotierung von jeweils 12.000 Euro. Alexander Janz, Reiko Yamaguchi und Lukas Zerbst erhalten die Förderung des Landes Niedersachsen für besondere künstlerische Begabung, Leistung und Qualität. Dies teilt das Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit.


„Mit den Jahresstipendien fördern wir qualifizierte Künstlerinnen und Künstler und unterstützen ihre künstlerische Entwicklung. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler zeigen mit ihren herausragenden Arbeiten einmal mehr, dass Niedersachsen ein attraktiver Ort für innovative Kunst und Kultur ist“, so Minister Thümler. „Der Niedersächsischen Kunstkommission danke ich für ihre wertvolle Unterstützung bei der Auswahl unserer Stipendiaten.“

Dies sind die Stipendiaten


Ein Jahresstipendium gehe an die in Braunschweig lebende Künstlerin Reiko Yamaguchi, die 1982 in Okayama/Japan geboren wurde. Die Künstlerin habe von 2013 bis 2018 an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig studiert und dort ihren Meisterschüler bei Prof. Corinna Schnitt abgeschlossen. Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Untersuchungen würden Beobachtungen menschlicher Bewegungen und daran anschließend die Frage, wie sich der Moment des Bewegens festhalten lässt sein. Ihre neuesten Arbeiten gestalte sie aus Fäden, die im Raum gespannt wie Linien wirken.

Ein weiteres Jahresstipendium gehe an den in Stuhr lebenden Künstler Alexander Janz, der 1994 in Villingen-Schwenningen geboren wurde. Er habe von 2012 bis 2018 Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig studiert und dort mit einem Diplom abgeschlossen. 2016 sei er Stipendiat des DAAD für einen fünfmonatigen Studienaufenthalt am Institut Teknologi Bandung in Indonesien gewesen. Im Anschluss habe er ein Auslandssemester an der Malmö Art Academy in Schweden verbracht. Von 2018 bis 2019 sei er Meisterschüler bei Prof. Candice Breitz gewesen. Alexander Janz beschäftig sich in seiner Kunst mit Fragen zum Thema „wie nehmen wir wahr“ und „durch was werden wir bei unserer Wahrnehmung beeinflusst“. Dabei lege er seinen Fokus auf die Rolle und den Einfluss von Architektur. Im Rahmen seines Jahresstipendiums möchte er Arbeiten und Interventionen im öffentlichen Raum weiterentwickeln.

Das dritte Jahresstipendium erhalte Lukas Zerbst, der 1988 in Bydgoszcz/Polen geboren wurde. Er habe an der Hochschule für Künste Bremen studiert, wo er auch seinen Meisterschüler absolvierte. Seit 2012 wäre er an diversen Theaterproduktionen als Bühnenbildner, Musiker und Darsteller beteiligt gewesen und zeigte Gastspiele unter anderem an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, dem Fillmore Theater in Miami, Florida, oder dem AURA International Dance Festival in Kaunas, Litauen. Lukas Zerbst beschäftige sich mit den raumspezifischen Gegebenheiten eines Ausstellungsortes und arbeite deren Eigenheiten unter Einsatz unterschiedlichster Mittel heraus. Sein Ziel ist es, dem Betrachter eine bewusste Wahrnehmung des Raumes zu ermöglichen.

Seit 2016 sei es auch in diesem Jahr wieder möglich, einem der drei Stipendiaten einen vierwöchigen Aufenthalt in Johannesburg/Südafrika anzubieten. Dieser Aufenthalt finde in Kooperation mit der Sylt-Foundation statt, die in Johannesburg eine Künstlerstätte unterhält. Der Zeitpunkt der Reise werde mit dem Stipendiaten beziehungsweise der Stipendiatin individuell vereinbart.

Die Vergabe der Stipendien erfolge auf Empfehlung der unabhängigen Niedersächsischen Kunstkommission. Zu ihr gehören Prof. Dr. Annette Tietenberg (Vorsitzende), Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Prof. Ute Heuer (stellvertretende Vorsitzende), Hochschule Hannover, Alya Sebti, Institut für Auslandsbeziehungen Berlin (ifa), Ute Stuffer, Kunstverein Hannover und Gerrit Gohlke, Brandenburgischer Kunstverein Potsdam.


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