Wolfenbüttel. Jeder Mensch verarbeitet sein Leben anders: Die einen gehen in die Kirche, die anderen ins Yoga-Retreat – Nikita Miller hat sich für den klassischen Zyklus entschieden: Schuld, Gewissen, Leid, Erlösung – und am Ende eben nicht Sühne, sondern Bühne. Schon im kommenden Monat gastiert der Comedian in Wolfenbüttel, wie die Marketingagentur StageCat in einer Pressemitteilung ankündigt.
Schuld. Gibt’s in jeder Familie. Aber während andere ein schlechtes Gewissen bekommen, weil sie die WhatsApp von der Oma ignoriert haben, hat Nikita gleich das Komplettpaket gewonnen. Danke, Papa. Gewissen. Dieses Arschloch, das immer dann klingelt, wenn man schlafen will. Oder beim Therapeuten, wenn man denkt: „Alter, ich zahle hier 120 Euro die Stunde, und du fragst mich nach meiner Kindheit?“ Leid. Ja, er hat seine Mutter beerdigt, seinen Vater gehasst und sich trotzdem irgendwie durchs Leben geprügelt. Klingt traurig. Ist es auch. Aber irgendwann muss man sich entscheiden: heulen oder darüber lachen. Und Nikita lacht – laut. Erlösung. Gibt’s nicht wirklich. Aber Mikrofon, Publikum und ehrliche Lacher kommen verdammt nah dran. Sühne Bühne. Nichts mit vergeben und vergessen. Hier wird erzählt, schonungslos, böse, befreiend komisch.
Hier gibt es Karten
Nikita Miller serviert seine Lebensgeschichte nicht als Trauerspiel, sondern als Comedy – und ja, das Publikum darf dabei lachen. Laut. Am Freitag, dem 10. April, gastiert Nikita Miller um 20 Uhr in der Lindenhalle Wolfenbüttel. Tickets gibt es ab 37,20 Euro online und an allen Vorverkaufskassen.

