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BUND fordert Baumschutzsatzung für Salzgitter



Salzgitter

BUND fordert Baumschutzsatzung für Salzgitter


Martin Hüffmeier (von links), Rosemarie Hinrichs, Elke Seitz-Hüffmeier, Michael Siano, Thomas Ohlendorf, Wolfgang Rosenthal, Stefani Steckhan,Fritz Wittfoot, Ingrid Ohlendorf, Uwe Geisenheiser, Traute Boll. Foto: BUND/Thomas Ohlendorf
Martin Hüffmeier (von links), Rosemarie Hinrichs, Elke Seitz-Hüffmeier, Michael Siano, Thomas Ohlendorf, Wolfgang Rosenthal, Stefani Steckhan,Fritz Wittfoot, Ingrid Ohlendorf, Uwe Geisenheiser, Traute Boll. Foto: BUND/Thomas Ohlendorf

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Salzgitter. Zur einunddreißigsten Jahresversammlung der BUND Kreisgruppe lud der Vorstand in das Waldhaus Altenhagen ein. Der Vorsitzende, Thomas Ohlendorf, konnte fast dreißig Mitglieder und Gäste begrüßen.



Die Versammlung begann mit der Ehrung langjähriger Mitglieder durch den stellvertretenden Vorsitzenden Fritz Wittfoot. Eine Urkunde für dreißig Jahre Mitgliedschaft erhielt unter anderem Rosemarie Hinrichs. Cornelia und Reinhard Doms können auf eine zwanzigjährige, aktive Mitgliedschaft zurückblicken.

Zwei Themen standen im Mittelpunkt der Versammlung: Rückgang der Insektenvielfalt und die Forderung nach einer Einführung einer Baumschutzsatzung für Salzgitter. „Verloren gegangene Artenvielfalt lässt sich nicht wieder herstellen – der Verlust ist irreversibel – also nicht umkehrbar. Was einmal weg ist bleibt für immer verschwunden“, begann Ohlendorf seine Ausführungen über den Verlust an Wildbienen und fuhr fort: “mehr als die Hälfte unserer heimischen Wildbienenarten gilt als gefährdet im Bestand. Ursache dafür ist der Wandel in der Kulturlandschaft durch Monokulturen und den verstärkten Einsatz von Ackergiften. Den Bienen fehlen Ackerrandstreifen mit artenreicher Vegetation, magere Wiesen und störungsfreie, offene Böden als Niststandorte.“


Die biologische Vielfalt in Deutschland und weltweit ist ein gesellschaftliches Gut. Ihr Schutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe und gehört nach Auffassung des BUND zur Daseinsvorsorge. Sie zu schützen kann nicht nur den Umwelt- und Naturschutzverbänden und den engagierten Ehrenamtlichen überlassen werden. Politik und Verwaltungen sind gefordert.

Die Versammlung forderte von den Mitgliedern der neu zu wählenden Parlamente in Bund und Land:


• eine tier- und umweltgerechte Landwirtschaft mit Stärkung der bäuerlichen Strukturen!
• ein Verbot riskanter Chemikalien!


• die Bewahrung natürlicher Lebensräume!
• faires Wirtschaften und Ressourcenschonung! umzusetzen.

Ohlendorf berichtete, dass die Vorgänge zum Erhalt der Linden in der Berliner Straße und weitere Baumfäll-Aktionen dazu führten, dass sich der Kreisvorstand nach interner Diskussion dazu entschloss, abermals eine Initiative zur Einführung einer Baumschutzsatzung auf den Weg zu bringen als wirksames Instrument gegen den sich jährlich im Frühjahr wiederholende Kettensägen Einsätze. Den Beschluss zur Einführung muss der Rat fassen. Vor den Naturschützern liegt bis dahin noch ein langer Weg mit Fakten und Argumenten und Diskussionen mit vielen Entscheidungsträgern. Die Diskussion über die Luftschadstoffe in der Atemluft unserer Städte macht das Thema sehr aktuell und deutlich und eine Baumschutzsatzung dringend erforderlich. Nach Auffassung des BUND- Vorsitzenden ist eine Baumschutzsatzung die logische Fortsetzung des vom Rat beschlossenen Klimakonzeptes.

Durch viele Aktionen stärkten die Umwelt- und Naturschützer die Gemeinschaft und erreichten viel für den BUND und seine Projekte. Der BUND Salzgitter wächst weiter. Im Berichtszeitraum konnten über vierzig neue Mitglieder begrüßt werden. Während der Versammlung wurde das 300. Mitglied aufgenommen.

Für die Dauer von drei Jahren wählten die Mitglieder diesenneuen Vorstand:


Vorsitzender: Thomas Ohlendorf
stellvertretende Vorsitzende: Fritz Wittfoot, Ingrid Ohlendorf
Schatzmeisterin: Elke Seitz-Hüffmeier
Beisitzer: Wolfgang Rosenthal, Martin Hüffmeier, Michael Siano, Traute Boll
Kassenprüfer: Uwe Geisenheiser, Hannes Hoffmeister
Delegierte: Elke Seitz-Hüffmeier, Michael Siano, Martin Hüffmeier, Stefani Steckhan


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