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Caritasverband schult Erzieherinnen in Krippenpädagogik



Braunschweig

Caritasverband schult Erzieherinnen in Krippenpädagogik


Foto: Caritasverband Braunschweig e.V.
Foto: Caritasverband Braunschweig e.V.

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Braunschweig. Seit einigen Jahren besuchen immer mehr Mädchen und Jungen unter drei Jahren eine Kindertagesstätte. „Gerade frühe Erfahrungen sind für eine positive Entwicklung der Kinder in späteren Bildungseinrichtungen massiv wichtig“, sagt Regina Hanhus. Hanhus ist Diplom-Pädagogin und Fachberaterin beim Referat Tageseinrichtungen für Kinder beim Caritasverband in der Diözese Hildesheim



Doch Erzieher und Erzieherinnen mit langjähriger Erfahrung haben oft wenig oder gar keine Ausbildung in Krippenerziehung, bemängelt die Fachfrau. Auch heute komme es noch immer ganz auf die Schule an, wie hoch dieser Anteil sei.

„Da Krippenpädagogik oft in der Ausbildung zur Erzieherin praktisch nicht vorkommt, haben wir hier einen hohen Bedarf und werden schrittweise alle unsere Mitarbeiterinnen in den Krippen intern schulen“, erklärt auch Caritasvorstand Matthias Konrad. Mit diesem Angebot hebt sich der Verband laut Konrad von anderen Trägern in Braunschweig deutlich ab.


Im Oktober vergangenen Jahres startete der erste Durchgang dieser Fortbildung. 15 Krippenerzieherinnen der sieben Caritas-Kitas nahmen daran teil und schlossen kürzlich ihre Ausbildung ab. Ihre Arbeitsergebnisse präsentierten sie in St. Laurentius ihren Leitungen. Hanhus hat zwischenzeitlich in allen acht Krippengruppen hospitiert und zieht eine positive Bilanz der Weiterbildung. Bereits im Oktober startet der zweite von drei Durchläufen.

Zu den Schwerpunkten in insgesamt zehn Modulen zählen hierbei wieder frühkindliche Bildungsprozesse, die Einstellung zum Kind und Schlüsselsituationen im Krippenbereich wie Mahlzeiten, Pfege und Schlafen. Daneben ist Eingewöhnung und Raumgestaltung besonders im Fokus. „In der Krippe muss man den Raum so vorbereiten, dass sich die Kinder frei bewegen können, ohne dass man ständig ´Nein´ sagen muss“, erläutert Hanhus. Sie entwickelte gemeinsam mit den Referentinnen aus den Gebieten Krippenpädagogik, Ergotheraphie, Logopädie und Schauspiel ein Curriculum, das sich nach dem niedersächsischen Orientierungsplan richtet.


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