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CDA: VW-Bußgeld für Bau bezahlbarer Wohnungen einsetzen



Wolfsburg

CDA: VW-Bußgeld für Bau bezahlbarer Wohnungen einsetzen


Die CDA sieht einen erheblichen Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Symbolfoto: pixabay
Die CDA sieht einen erheblichen Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Symbolfoto: pixabay Foto: pixabay

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Wolfsburg. Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) fordert die große Koalition auf, einen nennenswerten Anteil des VW- Bußgeldes in den sozialen Wohnungsbau zu stecken. Melissa Schröder, Vorstandsmitglied der CDA Wolfsburg fordert die Landesregierung zu einer schnellen Entscheidung für die Verwendung der Zusatzeinnahmen durch das VW-Bußgeld von einer Milliarde Euro auf. Das teilt die CDA mit.



„Der erfreuliche Mittelzufluss muss dahin gesteuert werden, wo es am dringendsten ist, und das ist in Niedersachsen derzeit eindeutig der Bereich bezahlbarer Wohnungen,“ so Melissa Schröder.

Denn diverse statistische Erhebungen zeigten, dass in weiten Teilen Niedersachsens der Wohnungsmarkt nach wie vor sehr angespannt sei und sich sogar noch verschärfe, was zu stark steigenden Mieten führe: So sind laut NBank zwischen 2010 und 2016 in denzehn größten Städten in Niedersachsen die Mieten neu vermieteter Wohnungen (Angebotsmieten) um 24 Prozent gestiegen. Gleichzeitig laufen bei vielen Sozialwohnungen die Sozialbindungen aus.


Jährlich mindestens 5.000 bezahlbare Mietwohnungenfördern


Sozialpolitikerin Schröder: „Ganz viele Familien, Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen brauchen dringend Wohnraum, finden aber keinen. Viele Familien mit Kindern werden nicht einmal zu Wohnungsbesichtigungen eingeladen.“ Deshalb habe bereits die CDA-Niedersachsentagung in Lüneburg vor Kurzem beschlossen, das Land Niedersachsen aufzufordern, in den nächsten Jahren den Neubau von jährlich mindestens 5000 bezahlbaren Mietwohnungen für kleinere und mittlere Einkommen im Sozialen Wohnungsbau mit Zuschüssen zu fördern. Dazu sei die vollständige Gegenfinanzierung der Bundesmittel in Höhe von 400 Millionen Euro bis 2019 durch das Land erforderlich. Zudem solle es eine Sonderabschreibung für den Bau von Sozialwohnungen in Gebieten mit angespannter Wohnungsmarktlage geben und einen weiteren Förderzweig für Häuser mit einfacheren Baustandards.

Melissa Schröder abschließend: „Die finanziellen Spielräume sind nun dank der Bußgeldeinnahme von VW da – jetzt muss hier gehandelt werden!“


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