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Clausthaler Forscher gewinnen Deutschen Nachhaltigkeitspreis


Dr. Georg Schütte (links), Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, übergibt den Preis an den Projektkoordinator Prof. Michael Sievers vom CUTEC Umwelttechnik Forschungszentrum der TU Clausthal. Foto: Rühmeier
Dr. Georg Schütte (links), Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, übergibt den Preis an den Projektkoordinator Prof. Michael Sievers vom CUTEC Umwelttechnik Forschungszentrum der TU Clausthal. Foto: Rühmeier

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11.12.2017

Düsseldorf/Clausthal-Zellerfeld. Die Freude war riesig, als das Clausthaler Verbundprojekt „bio-elektrochemische Brennstoffzelle“ (BioBZ) zum Sieger ausgerufen wurde: Platz eins beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung 2017. Wie die Pressestelle der TU Clausthal mitteilt, geht es bei Siegerprojekt der Kategorie Forschung um den nachhaltigen Umgang mit Abwasser.


Koordiniert von Professor Michael Sievers vom CUTEC Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum der TU Clausthal sei es den Kooperationspartnern gelungen, aus dem Abwasser einer Kläranlage direkt Strom zu gewinnen. Kernstück der Anlage ist eine bio-elektrochemische Brennstoffzelle, die ohne die bisher üblichen Umwege über den Faulprozess Strom und Wasserstoff erzeugen kann. Kläranlagen gehören bislang zu den größten kommunalen Stromverbrauchern. Mit der neuen Technologie wird eine Trendwende eingeleitet, die aus dem Stromfresser Kläranlage ein kleines Kraftwerk macht.


Derzeit wird eine Pilotanlage des Projekts BioBZ auf dem Gelände der Goslarer Kläranlage der Eurawasser Betriebsgesellschaft mbH aufgebaut. Foto:



Eine bundesweit einmalige Pilotanlage entsteht zurzeit bei einem der Projektpartner, auf dem Gelände der Goslarer Kläranlage der Eurawasser Betriebsgesellschaft mbH. Die Vorteile von BioBZ für die künftige Abwasserreinigung sind vielfältig, betont Professor Sievers: „Autarke, wartungsarme und verbesserte Abwasserbehandlung, kaum Klärschlamm und Strom und Wasserstoff, zum Beispiel für Elektroautos.“

Auf der Festveranstaltung in Düsseldorf waren auch die weiteren Partner des Erfolgsprojektes anwesend: Professor Ulrich Kunz (Institut für Chemische und Elektrochemische Verfahrenstechnik der TU Clausthal), Professor Uwe Schröder und Professor Robert Kreuzig (Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie der TU Braunschweig), Professor Harald Horn (Engler-Bunte-Institut am Karlsruher Institut für Technologie) und Dr. Thorsten Hickmann (Eisenhuth Gmbh & Co. KG, Osterode).


Prof. Thomas Hanschke (links), Präsident der TU Clausthal, und das Team (von links): Prof. Robert Kreuzig, Prof. Uwe Schröder (beide TU Braunschweig), Prof. Michael Sievers (TU Clausthal), Prof. Ulrich Kunz (TU Clausthal), Dr. Thorsten Hickmann (Eisenhuth GmbH, Osterode), Prof. Harald Horn (Karlsruher Institut für Technologie). Foto:



„Der Preis ist ein grandioser Beweis für wissenschaftliche Exzellenz und Innovationskraft, ich bin unendlich stolz auf unser Team“, schwärmte Professor Thomas Hanschke. Der Clausthaler Universitätspräsident war live dabei, als der Preis in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt vom Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Dr. Georg Schütte, überreicht wurde. Finanziert wird das Forschungsvorhaben mit seinen sechs Teilprojekten vom BMBF in der Fördermaßnahme „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft“ (ERWAS) mit insgesamt rund drei Millionen Euro. Auch Professor Daniel Goldmann, Vorsitzender des Vorstands im CUTEC-Forschungszentrum der TU Clausthal, würdigte die innovative Leistung: „Der Gewinn des deutschen Nachhaltigkeitspreises durch ein Team von Wissenschaftlern und Industriepartnern unter der Leitung von Professor Sievers ist ein Grund zu großer Freude für das gesamte Forschungszentrum.“


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