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Cremlinger Grüne auf Fledermaus-Sichtung



Wolfenbüttel

Cremlinger Grüne auf Fledermaus-Sichtung


Symbolfoto: Pixabay
Symbolfoto: Pixabay Foto: Pixabay

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Destedt. Auf Einladung der Cremlinger GRÜNEN trafen sich etwa 20 Naturinteressierte in der Dämmerung um den Ausführungen des Biologen Tobias Münchenberg zu Fledermäusen zu folgen. Start und erster Halt war der Wanderparkplatz an der Elmstraße in Destedt.



Ein guter Platz für Fledermaussichtungen, wie Tobias Münchenberg erläuterte, zwischen den Quartieren der Fledermäuse in Ortsnähe und ihren Jagdrevieren am Waldrand. Mit Detektoren ausgestattet, die die Ultraschallsignale für Menschen wahrnehmbar machen, waren die Fledermäuse auf einmal sehr gut zu hören und solange es noch nicht vollständig dunkel war, konnte man sie auch teils wirklich halsbrecherisch zwischen den Bäumen und Sträuchern umherfliegen sehen. Von den 25 in Deutschland heimischen Arten kommen 15 in der hiesigen Region vor. Die bekam die Gruppe aber nicht alle zu sehen oder zu hören, da einige sehr spezialisiert sind. Destedt scheint aber eine Hochburg der Zwergfledermäuse zu sein, deren Laute im Ultraschallbereich im ganzen Bereich von der Ortslage bis zum Waldrand dank der Detektoren zu hören waren. Auch wenn die Tiere im Flug so groß erscheinen wie Spatzen, so passen sie doch in eine Streichholzschachtel und wiegen nur ein paar Gramm.

Vereinzelt konnte der Fachmann auch Abendsegler heraushören, deren Signale allerdings aufgrund ihrer Flughöhe in bis zu 20m deutlich leiser wahrnehmbar waren. Ein interessanter Nebeneffekt ergab sich, da die Detektoren auch andere Tierlaute hörbar machen. Ein gewisses Grundrauschen kam von unterschiedlichen Heuschreckenarten, die offensichtlich in großer Menge in den begrünten Flächen leben. Tobias Münchenberg konnte dabei auch Arten identifizieren, die erst seit einiger Zeit in dieser Region heimisch sind, aufgrund der durch den Klimawandel veränderten Bedingungen.
Zum Schluss gab es noch einen Appell an alle Fledermausfreunde: „Fledermäuse brauchen Dachböden, Mauerritzen und Höhlen als Lebensräume. Wo es nicht genügend solcher Räume gibt, sollten Nisthilfen aufgehängt werden, gerne auch vorgefertigte“. Wichtig ist dabei allerdings, dass sie in ca. 3m Höhe und frei zugänglich für die Fledermäuse hängen.


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