Wolfenbüttel

Dankbare ISBA-Teilnehmer: Schotten schicken Blumen


Foto: ITZ

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19.09.2014


Wolfenbüttel. Es ist immer eine schöne Überraschung, einen Blumengruß zu bekommen - gerade wenn man nicht damit rechnet. Nun überraschte in diesen Tagen die Botin eines hiesigen Blumenladens den Organisator der ISBA-Konferenz Thomas Stoch und seine Kollegin Frederica Eichler im Büro des Deutschen Roten Kreuzes. Der schöne Sommerstrauß wurde in Schottland in Auftrag gegeben. Auf der beiliegenden Karte bedanken sich die neun schottischen Teilnehmer der internationalen Konferenz für die schönen und interessanten Tage in Wolfenbüttel.

Die Schotten waren eine von 20 verschiedenen Nationen, die in der zweiten Septemberwoche in Wolfenbüttel zu Gast waren, um über das Thema Inklusion zu debattieren und vorzustellen, mit welchen Angeboten sie in ihrem Land Familien mit behinderten Angehörigen unterstützen.

"Natürlich war auch das Referendum der Schotten ein Thema auf unserer Konferenz", erklärt Frederica Eichler. "Dabei wurde schon deutlich, dass die Schotten ihre eigenen kreativen Wege im Bereich der Behindertenhilfe gehen. Ihr Selbstbewusstsein für eine Weiterentwicklung im Sinne der Inklusion war spürbar, auch wenn nun doch entschieden ist, dass Schottland nicht seine Unabhängigkeit von Großbritannien erklären wird."

In Wolfenbüttel hat sich Schottland als Gastgeber der nächsten Konferenz im Jahr 2016 empfohlen. Moira Oliphant aus Edinburgh ist Mitglied der schottischen Regierung. Sie hat mit ihrer Teilnahme an der dreitägigen Konferenz in der hiesigen Landesmusikakademie deutlich gemacht, dass ihr die Weiterentwicklung hin zu einer inklusiven Gesellschaft wichtig ist. Sie wünscht sich für die Vorbereitung der Konferenz in ihrem Land nun einige gute Ratschläge der Wolfenbütteler. "Die werden wir ihnen liefern", verspricht Thomas Stoch. Das Team rund um den amtierenden Präsidenten der internationalen Vereinigung wurde ebenfalls von den Ausrichtern der bisherigen Konferenzen in Kanada, Irland und Dänemark unterstützt und beraten. "Einen Blumenstrauß haben wir damals aber nicht verschickt", ergänzt Stoch, "wirklich eine tolle Geste der Schotten!"


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