Gifhorn. Der Landkreis Gifhorn führt an jedem dritten Samstag im Januar und Juni einen Probealarm zur Überprüfung der Warnsysteme durch. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit der vorhandenen Warnmittel zu testen und die Bevölkerung mit den Warnsignalen und -mitteln vertraut zu machen. Wie der Landkreis in einer Pressemitteilung berichtet, ist es jetzt wieder soweit.
Der nächste Probealarm findet am Samstag, 17. Januar, im Zeitraum zwischen 12 und 12:30 Uhr statt. Im gesamten Kreisgebiet werden verschiedene Warnmittel ausgelöst, unter anderem Sirenen, Warn-Apps wie NINA und KATWARN sowie mobile Durchsage- und Warneinrichtungen.
Entwarnung nicht möglich
In den Ortschaften im Kreisgebiet ertönt ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton der Sirenen als Warnsignal. Wichtig: Eine Entwarnung über Sirenen ist derzeit aus technischen Gründen noch nicht möglich. Die Entwarnung erfolgt jedoch über die Warn-Apps. Eine Warnung über den Mobilfunkdienst „Cell Broadcast“ erfolgt nicht.
Der Landkreis empfiehlt ausdrücklich die Installation und Einrichtung gängiger Warn-Apps wie NINA oder KATWARN. Richtig eingerichtet, können diese zuverlässig und flächendeckend über unterschiedliche Gefahrensituationen informieren. Die regelmäßig stattfindenden Probealarme bieten eine gute Gelegenheit, die Funktion der Apps zu überprüfen.
Warn-Apps als wichtiges Instrument
Für die Funktionsfähigkeit der Warn-Apps ist die Beachtung folgender Hinweise wichtig: Die Warn-Apps müssen installiert werden und regelmäßig ein Update erhalten. In der App muss ein Ort ausgewählt werden, für den man gewarnt werden möchte (zum Beispiel der Wohn- oder Arbeitsort). Die Apps bieten zusätzlich die Möglichkeit, am jeweiligen Aufenthaltsort zu warnen. Dafür muss jedoch der Zugriff auf die Standortdaten gewährt werden.
Neben Sirenen und Warn-Apps werden Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren in ausgewählten Bereichen des Landkreises mit mobilen Durchsage- und Warnanlagen im Einsatz sein. Dadurch soll die Bevölkerung auch mit dieser Form der Warnung vertraut gemacht werden. Ziel ist es, im Ereignisfall eine möglichst breite und schnelle Information der Bevölkerung sicherzustellen.
Warnsignale im Ernstfall erkennen
Bei dem Probealarm handelt es sich ausschließlich um einen Test. Es besteht keine Gefahrensituation. Durch regelmäßige Tests werde gewährleistet, dass technische Systeme zur Warnung zuverlässig funktionieren, Behörden und Einsatzkräfte Abläufe trainieren können und die Bevölkerung Warnsignale erkennt und im Ernstfall weiß, wie sie reagieren sollte.
Während des Probealarms sind keine besonderen Maßnahmen seitens der Bevölkerung erforderlich. Empfohlen wird jedoch auf die Signale zu achten, die Funktionsfähigkeit der eigenen Warn-Apps zu überprüfen sowie Familienangehörige, insbesondere Kinder und ältere Menschen, über den Test zu informieren.
Weitere Informationen
Aktuelle Informationen werden über die Website des Landkreises Gifhorn sowie die offiziellen Social-Media-Kanäle bekanntgegeben. Bei Fragen und Anregungen zum Kreiswarntag steht das Team des Katastrophenschutzes der Kreisverwaltung per E-Mail an katastrophenschutz@landkreis-gifhorn.de zur Verfügung.
Weitere wichtige Informationen und Handlungsempfehlungen werden vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in einem Ratgeber samt Checkliste zusammengefasst. Dieser kann unter diesem Link bestellt oder heruntergeladen werden.

