Frankfurt/Main. Der Dax ist am Montagmorgen mit kräftigen Kursverlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.715 Punkten berechnet, und damit 2,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten nur die Papiere von Rheinmetall und RWE entgegen dem Trend im Plus, am Ende standen die Deutsche Bank, Zalando und Siemens.
Die Anleger reagierten zum Start der Handelswoche vor allem auf den Krieg im Nahen Osten. "Der Dax startet trotz einer beispiellosen geopolitischen Eskalation in einer der wichtigsten ölproduzierenden Regionen der Erde ohne Panik in die neue Woche", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die Eskalation im Iran biete Aktien eigentlich eine Steilvorlage für eine scharfe Korrektur, der Abverkauf verlaufe jedoch diszipliniert. "Das ist wohl die wichtigste Erkenntnis an diesem Montag. Wir sehen einen geordneten Handel: Es geht nach unten, aber von Panik kann keine Rede sein. Die Märkte scheinen in ihrem Basisszenario von einem zeitlich begrenzten Konflikt auszugehen."
Derweil ist der Worst Case für den weltweiten Ölmarkt eingetreten: dass der Iran Öl als Waffe nutzt und die Straße von Hormus schließt. "Eine in diesem Fall oft befürchtete Explosion des Ölpreises bleibt bislang jedoch aus", so Stanzl. "Der Ölpreis ist weiterhin deutlich von der Marke von 100 US-Dollar entfernt und kommt vom Tageshoch zurück. Volle Öllager und eine potenzielle Fördermengenerhöhung der OPEC+ helfen, die Angst vor einer Ölverknappung zu lindern."
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1704 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8544 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 80,00 US-Dollar; das waren 9,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Dax startet schwach - Anleger reagieren auf Krieg im Nahen Osten
Der Dax ist am Montagmorgen mit kräftigen Kursverlusten in den Handelstag gestartet.
Frankfurter Börse | Foto: via dts Nachrichtenagentur

