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Demonstration: Landwirte lassen SuedLink leuchten

von Alexander Panknin


Die Landwirte bildeten mit ihren Traktoren eine lange Lichterkette. Video/Fotos: Alexander Panknin Foto: Alexander Panknin

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16.05.2017

Schwicheldt. In einer großen Demonstration trafen sich am Montag die Landwirte des Niedersächsischen Landvolks um gemeinsam auf ihre Benachteilung durch die SuedLink-Stromtrasse hinzuweisen. In einer großen Lichterkette ließen sie die Strecke der zukünftigen Trasse leuchten.



regionalHeute.de besuchte die Landwirte in Schwicheldt. Der stellvertretende Vorsitzende des Landvolk Braunschweiger Land, Wilfried Henties, sprach im Interview über dieBeweggründe zu dieser Aktion.

Rund 100 Landwirte mit knapp 60 Traktorennahmen vor Ort an der friedlichen Demonstration Teil und deckten damit einen Bereich von circa 15 bis 20 Kilometer der zukünftigen Trasse ab. Es ging dabei nicht darum, die Stromtrasse generell abzulehnen, vielmehr soll erreicht werden, dass auch die Interessen der Landwirte anerkannt und respektiert werden.

Die Aktion "SuedLinkleuchtet" hatte das Ziel, SuedLink von Stade bis zur Landesgrenze in SeesenbeziehungsweiseGöttingen zum Leuchten zu bringen. Henties lobt den Einsatz seiner Landwirte: "die Aktion war ein voller Erfolg. Wir sind rundum zufrieden, auch das Wetter hat mitgespielt." Die Trasse durch Niedersachsen leuchten zu lassen ist den Betroffenen somit "in Gänze gelungen".

Hintergrund


Auf gesellschaftlichen Druck hin, hat der Gesetzgeber beschlossen, die Stromtrassen SuedLink unterirdisch zu verlegen. Die Landwirte und Grundeigentümer erkennen diese Realitäten und die nötige Konsequenz aus der Energiewende an. Vor einigen Wochen hatten die Vorhabenträger TenneT und TransnetBW ihre Vorschläge für die Trassenkorridore der „Stromautobahn SuedLink“ veröffentlicht.


Wilfried Henties, stellvertretender Vorsitzender des Landvolk Braunschweiger Land. In seiner Hand, der 10 Punkte Plan. Foto: Alexander Panknin




Auch wenn mit diesem Vorschlag noch keine endgültige Streckenentscheidung verbunden ist, konkretisiert sich die regionale Betroffenheit erheblich. Den Landwirten und Grundeigentümern sollten, so das Landvolk, aber nicht die Nachteile des Trassenbaus und -betriebs allein aufgebürdet werden. Die in Niedersachsen betroffenen Kreisverbände des Landvolk Landesbauernverbands haben gemeinschaftlich einen 10 Punkte Plan entwickelt, der dieKernforderungen zum Projekt verdeutlicht.

Diesen Plan stellten sieim Rahmen derAktion „SuedLink leuchtet“ vor. Um zu verdeutlichen, dass Landwirte und Grundeigentümer in ganz Niedersachsen Schulter an Schulter stehen, wollten sie versuchen, den Trassenverlauf auf über 350 Kilometern durch ganz Niedersachsen sichtbar zu machen. Dazu trafen sich die Betroffenenum 20 Uhr an verschiedenen Orten in Niedersachsen entlang der geplanten Trasse. Von 21.15 Uhr bis 21.45 Uhr erstrahlte die Strecke optisch mit beleuchteten Traktoren, anderen Maschinen und Fackeln.

Drohnenflug über die erleuchtete Trasse


Video: aktuell24, Hartmut Hassberg


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