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Der Bohlweg als Rennpiste?

von Robert Braumann


Wird auf dem Bohlweg gerast? Die Polizei sieht keine besonderen Vorkomnisse. Foto: Archiv
Wird auf dem Bohlweg gerast? Die Polizei sieht keine besonderen Vorkomnisse. Foto: Archiv Foto: Sina Rühland

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20.10.2016

Braunschweig. Im Bauausschuss thematisierte Grünen Fraktionsvorsitzender Holger Herlitschke, die Verkehrssituation rund um den Bohlweg. Er berichtete von Anwohnerbeschwerden, da Showcars und Motorräder regelmäßig einen riesigen Lärm vor Ort verursachen würden. 



Die teuren Sportwagen und großen Motorräder seien sicher schön anzuschauen, doch wenn sie regelmäßig vor den Cafés am Schlosscaree geparkt und gestartet werden würden, sei dies eine große Belastung für Anwohner und Geschäftsleute. Er fragte, ob man diesen Aspekt nicht auch im Konzept berücksichtigen könne, welches die Stadt gerade erstellt und in dem es um eine Ausweitung der Verkehrsüberwachung in der Stadt geht (regionalHeute.de berichtete).


Holger Herlitschke.. Foto: Grüne Braunschweig



Die Verwaltung entgegnete, dass dies kaum möglich sei es im Konzept unterzubringen, man den Fall aber gesondert durchaus einmal betrachten wolle.

Das sagt die Polizei:


Wie schätzt die Polizei die Situation vor Ort ein? Pressesprecher Wolfgang Klages, sagte gegenüber regionalHeute.de, dass es schon immer mal wieder zu Beschwerden rund um die Verkehrsbelästigung am Bohlweg käme. Er sei die Flaniermeile der Stadt. Einige würden, was ihre Fahrzeuge angeht, nicht auf Publikum verzichten wollen. "Es kommt schon ab und an vor, dass auf dem Bohlweg mal richtig auf das Gaspedal gedrückt wird, wenn die Cafés voll sind und man mit dem Gehabe viele Menschen erreicht." Sollte die Stelle vor dem Café beparkt werden, dann würden auch die Kollegen aus der Münzstraße dies zum Anlass nehmen und die betroffenen Personen und Fahrzeuge kontrollieren. Ansonsten sei der Zentrale Ordnungsdienst dafür verantwortlich, der sehr umtriebig in der Stadt sei, so der Polizeisprecher.

"Keine besondere Problematik"


Eine besondere Problematik bestünde aus Polizei-Sicht aber nicht, auch nicht was das nutzen des Bohlwegs als Rennstrecke angeht.  Klages sagte: "Gerade junge Fahrer messen gerne mal ihre Kräfte im Stadtverkehr, da gibt es auch immer wieder entsprechende Unfälle. Das ist auch die große Gefahr dabei.“




Wolfgang Klages, Foto: Polizei



Die Polizei habe da ein besonderes Auge drauf und würde solche Fälle rigoros verfolgen. Besondere Ecken für dieses Kräftemessen gebe es aber nicht. "Das passiert meist spontan, da wird sich an der Ampel einmal tief in die Augen geschaut und dann auf das Pedal gedrückt. Eine Häufung der Vorfälle, wäre am Bohlweg nicht festzustellen. Auch weil die Ampeln so geschaltet wären, dass man schon über mehrere rote Ampeln fahren müsste, um sich ein Rennen zu liefern. Dennoch habe man die Stelle im Blick, es würde aber wahrscheinlich nur besonders auffallen, da viele Personen es vor Ort mitbekommen würden. "Wenn man in der Stadt lebt, dann muss man zudem auch immer mal wieder mit Lärmbelästigung durch Fahrzeuge rechnen, dass ist einfach so", befindet der Polizeisprecher.

Situation war einmal anders


Vor über zehn Jahren hätte es in Braunschweig einmal anders ausgesehen, da habe es mehrere organisierte, illegale Straßenrennen gegeben. Häufig auch mit getunten Fahrzeugen. Die Szene wäre auch heute noch aktiv, aber nicht mehr im Stadtgebiet. „Wir sind als Polizei immer hinterher und die Fahrer wissen, dass sie drastische Strafen erwarten, sollten sie erwischt werden. Deshalb versucht die Szene aktuell nicht mehr so offen aufzutreten.“ , so Klage


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