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Der Frühling ist da: Nächste Woche wird gepflanzt

von Nick Wenkel


Ehe die Geranien ab Montag in der Stadt gepflanzt werden, bleiben sie im Gewächshaus an der Lindener Straße. Fotos: Nick Wenkel
Ehe die Geranien ab Montag in der Stadt gepflanzt werden, bleiben sie im Gewächshaus an der Lindener Straße. Fotos: Nick Wenkel Foto: Archiv

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15.03.2017

Wolfenbüttel. Milde Temperaturen locken nicht nur Gartenfreunde ins Freie. Auch bei den städtischen Betrieben beginnt nun die Pflanzzeit. Gärtnermeister Dirk Fellenberg vom städtischen Grünflächenamt führte unsere Online-Tageszeitung durch die heiligen „Blumenhallen“.



Auf 2.500 Quadratmetern blühen und wachsen in der stadteigenen Gärtnerei Primeln, Stiefmütterchen, Tulpen und Narzissen. Vom Sämling bis zur fertigen Pflanze wird hier alles selber angebaut und gezüchtet. Gerade stehen die Frühblüher in voller Blüte und warten darauf, auf die öffentlichen Plätze in der Stadt gepflanzt zu werden. „Die Frühjahrsbepflanzung beginnt nächste Wochebei uns. Wir haben immer ein Auge auf das Wetter. Denn wenn das Wetter schlecht ist, mindert das den Erfolg“, sagt Fellenberg. Einen Vorgeschmack auf die kommende Blumenpracht der Stadt Wolfenbüttel finden Sie unten in unserer Galerie.

Dirk Fellenberg ist mit Leib und Seele Gärtnermeister, das merkt man ihm schon beim Gang über das Gelände an. Seit knapp 39 Jahren ist er Gärtner bei den städtischen Betrieben, hat hier sogar seine Ausbildung gemacht.


Der Gärtner Sascha Grabau und die Auszubildende Ulrike Plagge sorgen dafür, dass die Stadt Wolfenbüttel bald wieder in ihrer ganzen Pracht strahlt. Foto: Archiv


Blumen sollen Freude vermitteln


Die Blumen auf dem Betriebshof sind seine Leidenschaft, jede einzelne Sorte kennt er mit Namen und weiß, wann ihre Zeit gekommen ist, das Gewächshaus zu verlassen. „Die Blumen auf den öffentlichen Flächen und an Schulen und Kindergärten sollen an jedem Ort dieser Stadt ein herzliches Willkommen aussprechen. Wolfenbüttel ist eine Gärtnerstadt und hat einen starken Bezug zu Blumen und Pflanzen. Sie vermitteln ein Gefühl von Herzlichkeit. Es ist ein Stück Lebensqualität. In einer Stadt, wo viele Blumen sind, fühlt man sich doch gleich viel wohler. Das sagen uns auch immer wieder die Touristen“, erklärt der Gärtnermeister. Eine „Blume des Jahres" gebe es hingegen nicht. Anders als im privaten Blumenhandel, setzt man in der Stadt auf Stetigkeit. Gerade dadurch habeWolfenbüttel in dieser Hinsicht über Jahre einen ganz besonderen Charme bekommen.


Während im Gewächshaus die Frühlingsblumen schon in voller Blüte stehen, sind die Sommerblüher noch kleine, zarte Pflänzchen, die gerade erst vorsichtig die ersten Blätter zur Sonne strecken. Foto:


Planung ist ganzjähriger Prozess


Fast alle Blumen werden auf dem Betriebshof in der Lindener Straße selber gezogen. Nur selten kommt es vor, dass man Jungpflanzen dazu kaufen muss. „Wir züchten unsere Pflanzen vorzugsweise selber. So können wir Qualität, Menge und Zeitpunkt selber bestimmen“, erklärt Fellenberg.

Aber nicht alle Blumensind schon bereit für das Einpflanzen. „Die Eisbegonien beispielsweise, wurden in der vierten und fünften Kalenderwoche gesät und müssen nun pikiert werden“, sagt Fellenberg. Pikieren meint das Trennen der kleinen Pflanzen aus einem großen Pflanzentopf in viele kleine, einzelne. Neben der Bepflanzung der öffentlichen Plätze können sich die Mitarbeiter bei den Dekorationen für Veranstaltungen, wie beispielsweise bei einem Empfang des Bürgermeisters, kreativ auslassen. Neben den traditionellen Wolfenbütteler Farben (blau, weiß, rot) werden ausschließlich Farben mit Fernwirkung ausgesucht, die somiteine gewisse Wiedererkennung sorgen.

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