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Der Interkulturelle Garten: "Natur heilt die Seele"



Braunschweig

Der Interkulturelle Garten: "Natur heilt die Seele"

von Robert Braumann


Doris Bonkowski, Leiterin des städtischen Büro für Migrationsfragen, Martina Krüger, zuständig für den Betrieb des Interkulturellen Gartens und Manfred Weiß, Landesverband der Gartenfreunde e. V. (von links). Foto: Robert Braumann
Doris Bonkowski, Leiterin des städtischen Büro für Migrationsfragen, Martina Krüger, zuständig für den Betrieb des Interkulturellen Gartens und Manfred Weiß, Landesverband der Gartenfreunde e. V. (von links). Foto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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Braunschweig. Der "Interkulturelle Garten" wurde 2007 in Kooperation mit dem Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde e.V. durch Zusammenlegung zweier Parzellen im Kleingärtnerverein Heideland e. V. eingerichtet. Hier begegnen sich Flüchtlinge mit ihren Nachbarn.



Nun ist das Projekt der Stadt Braunschweig in Rühme vom europäischen Dachverband der Kleingärtnerorganisationen (Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux) für seine Förderung der multikulturellen Gemeinschaft ausgezeichnet worden. Doris Bonkowski, Leiterin des städtischen Büro für Migrationsfragen, Martina Krüger, zuständig für den Betrieb des Interkulturellen Gartens und Manfred Weiß, Landesverband der Gartenfreunde e.V., berichteten am Mittwoch über die Auszeichnung. Krüger erzählte: "Der Interkulturelle Garten bietet Raum für gärtnerische Tätigkeiten, den informellen Austausch und vielfältige Informationsangebote, die für das Ankommen in Deutschland von Bedeutung sind. Die Menschen können hier nach ihrer Flucht zum ersten Mal zur Ruhe kommen. Die Gartenarbeit stellt für viele Flüchtlinge wieder den Bezug zur Natur und Heimat her." Im besten Fall würden sich so Netzwerke und neue Ansprechpartner ergeben. "Es ist ein niedrigschwelliges Angebot, einmal im Austausch können wir weitere Ansprechpartner vermitteln", so Bonkowski.

Verschiedene Angebote


Mit dem Preis zeige sich auch, dass das Angebot europaweit wahrgenommen werde. "Wir können schon ein bisschen stolz darauf sein, dass wir in Braunschweig als Erstes in einem Kleingarten so etwas etabliert haben", ergänzt sie. Der Garten hat von April bis Oktober geöffnet, aber auch in den Wintermonaten werden verschiedene Dinge angeboten, um den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Neben Aktionen im Garten gibt es auch immer wieder Infonachmittage. Im letzten Jahr kamen rund 1.500 Besucher in den Garten. "Wir gehen in einen Kleingarten mitten in die Bevölkerung hinein. Das ist der Integrationsansatz", ergänzt Bonkowski. Das Projekt wird jährlich mit einer Dauerförderung von 22.500 Euro unterstützt.Manfred Weiß stellt in diesem Zusammenhang auch klar. "Rein mit ehrenamtlichen ist so etwas nicht zu stemmen, man braucht auch professionelle feste Kräfte."


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