whatshotTopStory

Der kleine Drache Kokosnuss begeisterte seine Zuhörer

von Alexander Dontscheff


Etwa hundert begeisterte kleine und große Zuhörer folgten den Ausführungen von Kinderbuchautor Ingo Siegner. Fotos: Alexander Dontscheff
Etwa hundert begeisterte kleine und große Zuhörer folgten den Ausführungen von Kinderbuchautor Ingo Siegner. Fotos: Alexander Dontscheff Foto: Dontscheff

Artikel teilen per:

13.03.2017

Wolfenbüttel. Im Rahmen der zehnten Kinder- und Jugendbuchwoche konnten sich die Kinder am heutigen Montag auf ein ganz besonderes Highlight freuen. Ingo Siegner, Erfinder des "kleinen Drachen Kokosnuss", war zu Gast in der Volksbank Wolfenbüttel und las und zeichnete für sie.



Die Erfolgsgeschichte des "kleinen Drachen Kokosnuss" begann 2002, als Ingo Siegners erstes Kinderbuch erschien. Das heute präsentierte "Vulkan-Alarm auf der Dracheninsel" ist bereist das 25. Abenteuer. Die Bücher wurden acht Millionen Mal verkauft und in 24 Sprachen übersetzt. "Du musst deine Figuren ernst nehmen und lieben - nicht nur die Hauptfiguren, sondern alle", lautet Siegners Antwort auf die Frage nach dem Erfolgsrezept. Fleiß, Disziplinsowie ein Gespür für Humor undSpannungsbögen gehörten auch dazu, doch besonders wichtig sei die Identifikation mit den Figuren. "Wenn der Autor sich nicht mit diesen identifiziert, wird es der Leser erst recht nicht", so Siegner.


Ingo Siegners Löwe aus dem kommenden Kokosnuss-Band. Foto: Dontscheff



Bei der heutigen Lesung in der Volksbank, zu der hundert kostenlose Karten vergeben worden waren, musste sich Siegner um mangelnde Identifikation keine Sorgen machen. Kaum ein Kind, das kein Plüschtier oder Buch aus der Reihe mit dabei hatte. Allerdings zeigte sich das Publikum durchaus kritisch. "Das soll ein Löwe sein", konnte man aus der Menge hören, als der Autor eine der Figuren aus dem geplanten, nächsten Kokosnuss-Band per Zeichnung vorstellte. "Wenn du nicht gut bist, hast du bei Kinderlesungen verloren", hatte Siegner im Vorfeld der Veranstaltung gegenüber der Presse verlauten lassen. "Bei einer schlechten Erwachsenen-Lesung langweilen sich die Leute halt. Kinder sind dagegen gnadenlos ehrlich und lassen es einen spüren, wenn es ihnen nicht gefällt", so der Autor. Doch davon konnte keine Rede sein. Ob Siegner zeichnete oder die Geschichte vortrug - die Kinder folgten ihm gebannt.


Auch Ernst Gruber, Vorstandssprecher der Volksbank in Wolfenbüttel, ließ es sich nicht nehmen, ein signiertes Kinderbuch mit nach Hause zu bringen. Foto: Dontscheff



In der Geschichte müssen Kokosnuss und seine Freunde Matilda, das Stachelschwein und Oskar, der Fressdrache einen Vulkanausbruch verhindern. Dabei bekommen sie Unterstützung von der Außerirdischen Dötti, die Untersuchungen an dem Vulkan vorgenommen und somit den drohenden Ausbruch erst ausgelöst hat.



Insgesamt finden im Rahmen der 10. Wolfenbütteler Kinder- und Jugendbuchwochevom 12. bis17. März 106 Lesungen statt. Etwa 4.000 Kinder werden dabei erreicht. Den Organisatoren ist es wichtig, dass alle Schulen im Stadtgebiet beteiligt sind. Auch 40 Lesungen an neun Schulen im Landkreis sind dabei. "Mehr ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich, da alles ehrenamtlich geleistet wird", erklären die Organisatorinnen Ille Schneider und Gabriele Drewes vom Freundeskreis der Stadtbücherei Wolfenbüttel e. V.. "Kinder lernen über das Lesen Zusammenhänge zu begreifen und Empathie zu entwickeln", erklärt Ille Schneider. Als Einstieg seien da Kinderbücher besonders wichtig.

Das sieht auchErnst Gruber, Vorstandssprecher der Volksbank in Wolfenbüttel, so. Die Bank unterstützt die Kinderbuchwoche von Anfang an, mittlerweile mit 6.000 Euro im Jahr.


Ernst Gruber, Ingo Siegner, Ille Schneider und Gabriele Drewes (v. li.). Foto: Dontscheff


zur Startseite