Region. Heute ist der 20. März – und damit der kalendarische Frühlingsanfang. Nachdem die Meteorologen ihren Startschuss bereits am 1. März gegeben haben, zieht die Astronomie nun nach.
Egal, ob im Garten, auf dem Balkon oder beim ersten Kaffee im Freien. Der heutige Tag ist der Startschuss dafür, die dicken Jacken endgültig wegzuräumen. Die Natur hat den Hebel umgelegt, und das Wetter zeigt sich von seiner freundlichen Seite. Einen kleinen Vorgeschmack haben wir ja bereits in den vergangenen Tagen und Wochen bekommen. Der kalendarische Frühlingsanfang ist ein fester Orientierungspunkt im Jahr. Er zeigt deutlich die Veränderung der Jahreszeiten, beeinflusst die Natur und markiert den Übergang zu längeren Tagen. Der Winter ist damit nun offiziell beendet.
Tag und Nacht im Gleichgewicht
Hinter dem heutigen Datum steckt die sogenannte Tagundnachtgleiche. Astronomisch gesehen überquert die Sonne genau heute den Himmelsäquator. Das Ergebnis ist eine schlichte Symmetrie: Tag und Nacht sind heute fast exakt gleich lang. Ab morgen verschiebt sich dieses Gleichgewicht zugunsten des Lichts. Die Tage werden nun rapide länger, die Nächte kürzer. Es ist der Moment im Jahr, in dem die Nordhalbkugel der Sonne wieder fest die Hand reicht.
Mehr als nur ein Datum: Der Körper wacht auf
Der Frühlingsbeginn findet aber nicht nur im Kalender oder am Himmel statt, sondern auch in uns selbst. Mit den zunehmenden Lichtstunden und den Sonnenstrahlen stellt unser Körper den Hormonhaushalt um: Die Produktion des „Schlafhormons“ Melatonin fährt zurück, während das Glückshormon Serotonin steigt. Das ist der schlichte Grund für die sprichwörtlichen "Frühlingsgefühle". Auch die Tierwelt folgt diesem Takt. Wer morgens das Fenster öffnet, hört es längst – das Konzert der heimkehrenden Singvögel ist der akustische Beweis dafür, dass die Natur ihren Betrieb wieder voll aufgenommen hat.
Endspurt zur Sommerzeit
In wenigen Tagen steht uns schon die nächste Änderung bevor, die ganz klar zeigt, dass es auf den Sommer zugeht. Vom 28. auf den 29. März werden die Uhren wieder auf die Sommerzeit umgestellt. In der Nacht springen die Uhren von 2 Uhr eine Stunde auf 3 Uhr vor.
Ziel: Der längste Tag des Jahres
Der heutige Frühlingsbeginn ist dabei nur der Auftakt zu einer Entwicklung, die am 21. Juni ihren Höhepunkt findet. Dann erreichen wir die Sommersonnenwende. Es ist der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Von diesem Tag an werden die Tage dann langsam wieder kürzer.

