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Die "Dummel-Ausstellung" macht Halt in Fallersleben



Wolfsburg

Die "Dummel-Ausstellung" macht Halt in Fallersleben

von Christoph Böttcher


Marcus Laube (Ausstellungsteam, Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Celle), Nicole Trnka (Museumpädagogin, Hoffmann-von-Fallersleben-Museum), Jens Hortmeyer (Geschäftsführer Stadtjugendring Wolfsburg e.V.), Kai Thomsen (Ausstellungsteam, Geschäftsführer der CD Kaserne gGmbH Celle) und Stefanie Fritzsche (Ausstellungsteam) eröffneten die Ausstellung "Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire" im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum. Foto: Christoph Böttcher
Marcus Laube (Ausstellungsteam, Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Celle), Nicole Trnka (Museumpädagogin, Hoffmann-von-Fallersleben-Museum), Jens Hortmeyer (Geschäftsführer Stadtjugendring Wolfsburg e.V.), Kai Thomsen (Ausstellungsteam, Geschäftsführer der CD Kaserne gGmbH Celle) und Stefanie Fritzsche (Ausstellungsteam) eröffneten die Ausstellung "Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire" im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum. Foto: Christoph Böttcher Foto: Christoph Böttcher

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Fallersleben. Seit über einem Jahr tourt die Wanderausstellung aus Celle durch Niedersachsen. Nun ist die, mittlerweile oft nur noch "Dummel-Ausstellung" genannte, Ausstellung auch in Fallersleben angekommen. Bis zum 9. Juli sind rund 60 Karikaturen namhafter Künstler im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum zu sehen, dazu gibt es Führungen für Schulklassen.



Die Ausstellung in Fallersleben ist die erste Kooperation zwischen Hoffmann-von-Fallersleben-Museum und dem Stadtjugendring. Kai Thomsen erklärte, dass viele Ausstellungen zum Thema Rechtsextremismus sehr informationslastig seien und den Besucher nicht emotional ansprechen würden. Das wollten er, Marcus Laube und Stefanie Fritzsche ändern und entwickelten daher ein eigenes Konzept. Da während der Recherchephase die Flüchtlingskrise medienbeherrschendes Thema war, befassen sich entsprechend viele Karikaturen mit dieser Thematik.

Papphocker zum selber beschriften


Als besonderes Merkmal stellte Thomsen die weißen Papphocker heraus. Viele sind bereits von Besuchern beschriftet, aber an jedem neuen Ort werden auch neue Hocker aufgestellt. So habenBesucher die Möglichkeit, ihre Gedanken zur Ausstellung zu verewigen. Allgemein ist den Beteiligten die Kommunikation wichtig, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Man müsse über Rechtsextremismusauch lachen können, gleichzeitig dürfe man aber Personen, vor allem Jugendliche, die sich der rechten Szene annähern, nicht als dumm abstempeln. Laube betonte, dass es wichtig ist, die Jugendlichen ernst zu nehmen, um ihnen die Konsequenzen von Rechtsextremismus aufzeigen zu können.

Da insbesondere Jugendliche angesprochen werden sollen, bietet das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum Führungen und Workshops für Schulen und Gruppen an. Diese sind, wie auch der Eintritt in die Ausstellung, kostenfrei und können im Museum gebucht werden, unter Tel: 05362/52623.


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