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Die Grünen zeigten Film über Endlagersuche



Wolfenbüttel

Die Grünen zeigten Film über Endlagersuche


Vor dem Filmpalast: Ghalia El Boustami, Stefan Brix, Sophie Gittermann (v. li.). Foto: privat
Vor dem Filmpalast: Ghalia El Boustami, Stefan Brix, Sophie Gittermann (v. li.). Foto: privat Foto: privat

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Wolfenbüttel. Die Grünen präsentierten am 7. Juni im Rahmen ihrer Filmreihe im Filmpalast Wolfenbüttel den Schweizer Dokumentarfilm "Die Reise zum sichersten Ort der Erde". Erschienen zwei Jahre nach Fukushima, zeigt der Film wie hartnäckig und bisher vergeblich weltweit ein sicheres Endlager für hoch radioaktive Abfälle aus Atomkraftwerken gesucht wird.



Hauptdarsteller Charles McCombie, ein von der Atomenergie überzeugter Physiker und Technokrat, erkundet seit bald 40 Jahren die Schweiz und die ganze Welt nach geeigneten Endlagern für Atommüll. Gescheitert sind alle Versuche an ungeeigneter Geologie, politischer oder wissenschaftlicher Unredlichkeit, Ablehnung der Bevölkerung vor Ort, und an dem Problem: Kann irgendeine Zivilisation hunderttausende Jahre oder mehr so lange strahlendes Kernmaterial sicher lagern? Das nächste Projekt ist in Arbeit: Für den Strahlenmüll aus bis zu 58 noch zu bauenden Atomkraftwerken in China wird die Wüste Gobi erkundet.

Ghalia El Boustami begrüßte die Zuschauer als Bundestagskandidatin für die Grünen im Wahlkreis 49: „Viel zu lange hat der Entscheidungsprozess zur Asse gedauert. Nun ist es an der Zeit, die Rückholung von schwach und mittelschwer radioaktiven Elementen aus der Asse vorzunehmen sowie einen passenden neuen Ort dafür zu finden“, sagte El Boustami, die sich dafür auf Bundesebene dezidiert einsetzen will. Michael Fuder, der mit seinem fundierten Wissen jahrelang die Bundestagskommission zum Thema Asse beriet, ergänzte: „Wir Grünen haben uns von Anfang an gegen Atomkraftenergie eingesetzt. Wir halten wir an diesem Grundsatz fest“, bevor er über die neuesten Entwicklungen aus der Asse berichtete. Nachher im Foyer tauschten Zuschauer und Zuschauerinnen ihre Eindrücke aus. Sie gingen mit dem Widerspruch: Nukleare Endlager sind nötig, aber wo, und wie sicher?

Die Grüne Filmreihe wird am Mittwoch, 13. September, um 20 Uhr im Filmpalast mit dem Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ fortgesetzt, diesmal einem Dokumentarfilm, der Mut macht.


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