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Die Polizei Goslar warnt erneut vor falschen Polizeibeamten



Goslar

Die Polizei Goslar warnt erneut vor falschen Polizeibeamten


Symbolfoto: Sina Rühland (Archiv)
Symbolfoto: Sina Rühland (Archiv) Foto: Sina Rühland

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Goslar. Derzeit werden wieder Fälle bekannt, bei denen vor allem ältere Bürger Telefonanrufe von der vermeintlichen "Kriminalpolizei" erhalten.



Konkret rief am vergangenen Sonntag, 15. Januar, um 20.15 Uhr eine junge männliche Person, die Deutsch ohne Akzent sprach, bei einer im Landkreis Goslar wohnenden 82-jährigen Dame an und meldete sich mit den Worten: "Hier ist die Kripo". Es folgte eine Befragung der Hinweisgeberin, ob sie allein im Haus lebe und über Bargeld und Schmuck verfüge. Als sie anschließend über ihre Bankverhältnisse ausgefragt werden sollte, kam dies der Angerufenen seltsam vor, so dass sie das Telefonat beendete.

In diesen Gesprächen versuchen die Anrufer immer wieder, persönliche Daten, unter anderem Kontodaten oder mögliche Urlaubsabwesenheiten, zu erfragen. Zur Tarnung wird als Grund des Anrufs eine Geschichte erzählt, die die Preisgabe der Informationen als sinnvoll und wichtig erscheinen lässt. Gängige Legenden der in der Regel rhetorisch gewandten Anrufer sind zum Beispiel die Warnung vor Betrügern, die Festnahme von Tätern oder das Bevorstehen von Straftaten.


Die Polizei empfiehlt daher:



Notieren sie sich die Nummer des Anrufers. Prägen sie sich Stimme/ Dialekt und andere Auffälligkeiten gut ein. Geben sie KEINE persönlichen Informationen heraus. Informieren sie im Anschluss des Gesprächs umgehend die nächste Polizeidienststelle.

Unabhängig davon und falls sie sich nicht sicher sind, ob die "richtige oder falsche" Polizei am Apparat ist, folgen hier ein paar zusätzliche Hinweise:

Grundsätzlich ist die Rufnummer der Polizei im Display sichtbar. Polizeibeamte erfragen am Telefon nicht ihre Kontodaten und Aufbewahrungsorte für Sparbücher, Schmuck oder ähnlichem. Polizeibeamte nennen ihren Namen, ihre Dienststelle, sowie auf Nachfrage auch ihre Rückrufnummer. Zusätzlich ist ein Rückruf über die Vermittlung der örtlichen Polizeidienststelle (Rufnummer steht im Telefonbuch) und die Durchstellung zu dem jeweiligen Sachbearbeiter möglich.


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