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„Digital dabei“ in Niedersachsen und Südafrika



Wolfenbüttel

„Digital dabei“ in Niedersachsen und Südafrika


Die Kinder der Tereo Community School in Somerset West freuten sich beim gemeinsamen Gruppenfoto sichtlich über den Besuch der Ostfalia-Studentinnen aus Wolfenbüttel. Foto: Ostfalia
Die Kinder der Tereo Community School in Somerset West freuten sich beim gemeinsamen Gruppenfoto sichtlich über den Besuch der Ostfalia-Studentinnen aus Wolfenbüttel. Foto: Ostfalia

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Wolfenbüttel. Mit vielen neuen Eindrücken kehrten 20 Studentinnen der Sozialen Arbeit der Ostfalia Hochschule von einer Exkursion nach Südafrika zurück. Eine Woche lang besuchten die angehenden Sozialarbeiterinnen unter der Leitung von Professor Ludger Kolhoff verschiedene Einrichtungen im südafrikanischen Eastern Cape, einer Partnerregion Niedersachsens.



Die Reise wurde außerdem genutzt, um Kooperationspartner des Projekts „digital dabei“ zu besuchen und Gespräche zu führen, teilt die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften mit. Die Fakultät Soziale Arbeit arbeitet hierbei mit der Lebenshilfe Niedersachsen, der Nelson Mandela University und dem Eastern Cape Disability Economic Empowerment Trust in Südafrika zusammen. Im Rahmen des Projekts sollen digitale Bildungsangebote für Menschen mit Behinderungen im Eastern Cape Südafrika und in Niedersachsen entwickelt werden.

Das Projekt „digital dabei“




Das Projekt trägt nicht nur zur beruflichen Qualifizierung von Menschen mit Beeinträchtigungen und deren Inklusion bei, sondern fördert auch den kulturellen und gesellschaftlichen Dialog sowie die Aus- und Weiterbildung in Deutschland und Südafrika. Durch den Austausch zwischen den Ländern wird globales Lernen gefördert und neue Perspektiven in der Weiterbildung geschaffen. Die Umsetzung der Weiterbildungsangebote in digitaler Form bietet für die Nutzerinnen und Nutzern entscheidende Vorteile. Sie können beispielsweise in ländlichen Gebieten ohne Verkehrsanbindung eingesetzt werden – ein dichtes Netz an Mobilfunkgeräten in Südafrika wie Deutschland macht es möglich. Zudem können die Angebote speziell an die Bedürfnisse von Menschen mit sensorischen Einschränkungen oder in leicht verständlicher Sprache aufbereitet werden. So soll ein leichtes Lernen ermöglicht werden und die Selbstständigkeit der Nutzerinnen und Nutzer auch im Alltag erhöht werden. Die Angebote werden neben Themen rund um Arbeit und Bildung, etwa Bewerbungen schreiben, auch den Umgang mit Geld, Gesundheit und Ernährung umfassen.

Exkursion als Vorbereitung auf das Berufsleben


Für die Studentinnen der Ostfalia standen während ihrer Zeit in Südafrika zum Beispiel Besuche des Missionvale Care Centre oder der Nelson Mandela University auf dem Programm. Dort tauschten sie sich mit Studierenden über aktuelle Fragen der Sozialen Arbeit aus. Schon vor der Exkursion beschäftigten sich die Studentinnen in Seminaren mit dem Themenfeld „Soziale Probleme und Handlungsansätze in Afrika südlich der Sahara am Beispiel von Südafrika“. Inhalte waren etwa soziale Gegensätze, die Townships oder die Situation von Menschen mit Behinderung in Afrika. Auch im Hinblick auf das Berufsleben ist es für die Studierenden wichtig sich bereits im Studium sozialen und gesellschaftlichen Fragen rund um die Länder südlich der Sahara auseinanderzusetzen. Die Integration geflüchteter Menschen – auch aus diesen Gebieten – zählt momentan zu den wichtigsten Arbeitsfeldern für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.


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