DONNERstag: Das Kind in mir ­čžĺ­čĆ╗

In einer Zeit, in der Erwachsensein oft mit Ernsthaftigkeit und Verpflichtungen assoziiert wird, ist es wichtig, sich das Kind im Inneren zu bewahren.

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Wie wahr...
Wie wahr... | Foto: Anke Donner

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Lassen Sie manchmal noch das Kind in sich raus? In einer Welt, die oft von Termindruck, Verantwortung und Alltagsstress gepr├Ągt ist, verlieren wir manchmal einen sehr wertvollen Schatz aus den Augen: unser inneres Kind. Dabei ist es wirklich befreiend, mal so ein richtiger Kindskopf zu sein.


In einer Zeit, in der Erwachsensein oft mit Ernsthaftigkeit und Verpflichtungen assoziiert wird, ist es wichtig, sich das Kind im Inneren zu bewahren. Das bedeutet nicht, die Verantwortung abzusch├╝tteln, sondern vielmehr, die nat├╝rliche Leichtigkeit, Freude und Offenheit wiederzuentdecken oder rauszulassen, die uns als Kind so eigen war.

Das Kind in mir


Ich kann das wirklich gut, und manchmal "erschrecke" ich mich vor mir selbst, wenn mir bewusst wird, wie albern ich mich gerade benehme. Gerade am vergangenen Wochenende gab es gleich mehrere solcher Situationen. Ich hatte mein allmonatliches Cousinen-Treffen und dazu geh├Ârt immer eine kleine "Foto-Session". So halten wir unsere Treffen fest und k├Ânnen uns noch Wochen sp├Ąter ├╝ber die Bilder am├╝sieren. Denn wenn sechs erwachsene Frauen zu einem kreischenden H├╝hnerhaufen werden, sobald der Ausl├Âser gedr├╝ckt wird, bleibt keine Auge trocken. Es ist herrlich! Doch immer f├Ąllt nach dieser Foto-Orgie der Satz: "Oh Gott, wenn uns einer dabei sieht, wie wir uns wie Teenager benehmen." Und immer kommt die Antwort: "Na und?"

Genau! Na und? Das Leben ist schon ernst genug. Ich finde, wir sollten uns viel ├Âfter das Kind im Inneren bewahren. Weil es uns daran erinnert, was es hei├čt, wirklich lebendig zu sein. Es hilft uns, das Leben manchmal mit einem L├Ącheln zu betrachten und ihm mit einer gewissen Unvoreingenommenheit und Spontanit├Ąt zu begegnen.

Manchmal kann man eben von den ganz Kleinen lernen. Kinder sind frei von gesellschaftlichen Erwartungen. Sie haben die F├Ąhigkeit, echt zu sein, unmaskiert. Sie zeigen uns, dass es okay ist, einfach man selbst zu sein ÔÇô mit all seinen Macken und Marotten.

Manchmal sollte die Antwort auf die Frage, was andere von uns denken, einfach ein "Mir doch egal!" sein. Auch als Erwachsener d├╝rfen wir manchmal albern und ├╝berm├╝tig sein. Es gibt doch nichts Sch├Âneres, als hin und wieder das Kind in uns rauszulassen, die Ernsthaftigkeit des Lebens loszulassen und einfach den Moment zu genie├čen. Egal, was andere von uns denken.

Einen sch├Ânen DONNERstag w├╝nscht Ihnen

Ihre Anke Donner

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