Region. Duschen ist ein alltägliches Ritual. Doch wie gestalten die Deutschen diesen privaten Moment wirklich? Um ein umfassendes Bild der deutschen Duschkultur zu zeichnen, hat das Unternehmen hansgrohe in einer repräsentativen Studie über 1.000 Deutsche zu ihren Gewohnheiten befragt.
Die Ergebnisse, die in einer Pressemitteilung präsentiert werden, offenbaren überraschende Einblicke in einen der privatesten Momente unseres Alltags: von pragmatischen Routinen bis hin zu unerwarteten therapeutischen Ansätzen zeigt sich, wie individuell unser Verhältnis zum Duschen ist.
Schnell, aber nicht hastig
Fast die Hälfte aller Deutschen (49,8 Prozent) bezeichnet sich als „Effizienz-Duscher” und erledigt die tägliche Körperpflege pragmatisch in fünf bis acht Minuten. An zweiter Stelle folgen die „Gemütlichen“ mit 23,4 Prozent, die sich 10 Minuten oder mehr Zeit lassen. Hier zeigt sich erhebliches Sparpotenzial: Durch den Einsatz wassersparender Duschköpfe und eine Reduzierung der Duschzeit könnten pro Haushalt jährlich je nach Heizsystem bis zu mehreren hundert Euro eingespart werden.
Die Bereitschaft dazu ist gemäßigt da. Ein Viertel der Befragten (24 Prozent) würde das Wasser beim Einseifen abstellen, 20 Prozent würden eine Brause mit Durchflussbegrenzer nutzen und 18 Prozent wären bereit, kürzer zu duschen. Bisher duschen nur 8,8 Prozent der Befragten unter 3 Minuten und lediglich 1,4 Prozent nutzen die Dusche gezielt als kalten Wachmacher am Morgen.
Mehr als nur Körperpflege
Für die Mehrheit der Deutschen ist die Dusche weit mehr als nur ein Ort der Körperhygiene. Fast 60 Prozent nutzen sie als emotionales Regulationsinstrument. Jeder Dritte (29,9 Prozent) setzt die Dusche gezielt als Stimmungsaufheller ein, 20,3 Prozent zum Stressabbau und 17 Prozent als Energie-Booster für den Tag. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Männer tanken unter der Dusche eher Energie (15 gegen 10 Prozent bei Frauen), während Frauen sie häufiger als Anti-Stress-Mittel einsetzen (17 gegen 12 Prozent bei Männern). Die Dusche wird damit zur körperlichen, mentalen und emotionalen Allzweckwaffe des Alltags.
Privatsphäre schlägt Romantik
Entgegen romantischer Klischees ist gemeinsames Duschen in Deutschland die absolute Ausnahme. 27 Prozent lehnen es kategorisch ab, weitere 24 Prozent fanden es zu eng – nur 12 Prozent duschen regelmäßig zusammen mit dem Partner. Diese Präferenz für Privatsphäre zeigt sich auch beim Badezimmer als Rückzugsort: 22 Prozent sehen das Badezimmer als absolut privaten Bereich, während 30 Prozent es als rein funktionalen Raumbetrachten. Deutschland duscht also eindeutig allein.
Obwohl 45 Prozent außer der Körperpflege nichts anderes unter der Dusche machen, wird das Badezimmer für viele Deutsche zum Multifunktions-Raum. Jeder Dritte verwandelt die Dusche in eine private Konzertbühne, 32 Prozent hören Radio oder Musik, während 20 Prozent aktiv singen oder summen. Weitere 23 Prozent nutzen die Zeit zum Nachdenken und Meditieren.
Duschbier bleibt Ausnahme
Bei Social-Media-Trends zeigen sich die Deutschen jedoch resistent: Das Phänomen des „Duschbiers“ bleibt eine Nischenbeschäftigung: 78 Prozent finden alkoholische Getränke unter der Dusche völlig absurd, nur 6 Prozent praktizieren es gelegentlich. Auch die berüchtigten „Duschschreimomente“, also plötzliche Erinnerungen an peinliche Situationen, kennen 63 Prozent der Deutschen gar nicht von sich selbst.
Deutschland bleibt beim Duschen traditionell und pragmatisch – Online-Hypes kommen im heimischen Badezimmer nicht an, dafür wird die Dusche zum modernen Rückzugsort. Alle Ergebnisse der Umfrage sowie Grafiken findet man unter https://www.hansgrohe.de/magazin/wohnen/dusch-umfrage.
Über die Untersuchung
Für die repräsentative Umfrage wurden im August 2025 von hansgrohe in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Norstat 1.041 Personen aus ganz Deutschland online befragt. Die Auswahl der Teilnehmer deckt alle relevanten demografischen Gruppen ab, um ein authentisches Bild der deutschen Duschgewohnheiten zu zeichnen.

