Region. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat am 25. März neue Fördermittel für Ladeinfrastruktur in und an Mehrparteienhäusern angekündigt. Antragsberechtigt sind Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) und deren Wohnungseigentümer, kleine und mittlere Unternehmen, Privateigentümer von Mehrparteienhäusern, Eigentümer von Stellplätzen sowie Unternehmen mit großem Wohnbestand. Darauf weist der Landkreis Gifhorn in einer Pressemeldung hin. Die Regelung gilt natürlich in ganz Deutschland.
Minister Grant Hendrik Tonne: „Wir begrüßen, dass Mehrparteienhäuser beim Aufbau von Ladeinfrastruktur gefördert werden sollen. Das Land Niedersachsen setzt sich dafür ein, dass Elektromobilität für alle Menschen nutzbar wird und niemand davon ausgeschlossen wird. Dass Menschen keinen eigenen Stellplatz für ihr Fahrzeug haben oder in Mehrparteienhäusern leben, darf kein entscheidendes Kriterium gegen Elektromobilität sein.“
Was wird gefördert?
Gefördert werden sollen neben dem Ladepunkt auch Vorverkabelung, Netzanschluss, technische Ausstattung sowie notwendige Baumaßnahmen. Für die Förderung ist es erforderlich, dass mindestens 20 Prozent der Stellplätze, jedoch in Summe mindestens sechs Stellplätze, vorverkabelt werden. Für die Vorverkabelung können bis zu 1.300 Euro gefördert werden.
Wird auch ein Ladepunkt errichtet, können Antragstellerinnen und Antragsteller bis zu 1.500 Euro erhalten. Kann der Ladepunkt für bidirektionales Laden genutzt werden, ist eine Förderung von bis zu 2.000 Euro möglich.
„Es ist auch für den Landkreis Gifhorn eine gute Nachricht, dass die Ladeinfrastruktur auch in Mehrfamilienhäusern gefördert wird. Gerade in dieser Mobilitätsregion ist es wichtig, dass es auch für Bewohnerinnen und Bewohner von Mehrfamilienhäusern leichter wird, ihre E-Fahrzeuge zu laden. Darum hoffen wir, dass das Programm die Eigentümerinnen und Eigentümer dazu veranlasst, entsprechend zu investieren“, sagt die Gifhorner Kreisrätin Ute Spieler.
Online-Seminar im April
Nähere Informationen stellt auch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Rahmen eines Online-Seminars zusammen mit der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur am 15. April von 10 bis 12 Uhr bereit. Alle Interessierten können sich schon jetzt kostenfrei über diesen Link anmelden. Weitere Informationen gibt es hier.

