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eCall: Rettungsleitstelle des Landkreises ist vorbereitet

von Nino Milizia


Das automatische Notrufsystem für Kraftfahrzeuge soll helfen, die Zahl der Verkehrstoten in der EU wesentlich zu senken. Foto: Eva Sorembik
Das automatische Notrufsystem für Kraftfahrzeuge soll helfen, die Zahl der Verkehrstoten in der EU wesentlich zu senken. Foto: Eva Sorembik Foto: Eva Sorembik

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22.02.2018

Gifhorn. Ab April 2018 wird das europäisches Notrufsystem eCall verpflichtend für neue Automodelle. Die Systeme der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle des Landkreises Gifhorn sind bereits auf dieses System vorbereitet. Dies teilte der Erste Kreisrat Dr. Thomas Walter auf Anfrage von regionalheute.de mit.



Bei eCall handelt es sich um ein automatisches Notrufsystem für Kraftfahrzeuge, das helfen soll, die Zahl der Verkehrstoten in der EU wesentlich zu senken. Die EU-weite Einführung wurde von der EU-Kommission für 2018 beschlossen. Das europaweite, kostenfreie Notrufsystem wählt im Falle eines Unfalls automatisch die Notrufnummer 112. Neben der Sprachverbindung zum Mitarbeiter der Rettungsleitstelle werden u. a. die Standortdaten samt Fahrtrichtung und Informationen zum Unfallfahrzeug übermittelt. Im regulären Fahrbetrieb findet hingegen kein Datenaustausch statt.

Bei schweren Verkehrsunfällen auf wenig frequentierten Straßen wird das System wertvolle Hilfe leisten. Der Verletzte erhält zukünftig auch Hilfe, falls kein Ersthelfer oder das Unfallopfer selbst die Leitstelle informiert. Für die Mitarbeiter der Leitstelle entfallen zeitintensive Fragen zur genauen Bestimmung des Notfallortes zukünftig. Neben den Koordinaten zum Unfallort sind zudem wichtige Informationen zum Fahrzeug auswertbar. Bei modernen Fahrzeugen wird beispielsweise die Insassenzahl über Sensoren erfasst. Meldet das Fahrzeug einen automatischen Notruf, werden die Angaben zur Leitstelle übermittelt. Auch ohne Sprechverbindung zu den Unfallopfern können somit zielgerichtet die erforderlichen Rettungsmittel alarmiert werden. Ebenso erhält die Leitstelle Informationen zum Fahrzeugtyp und kann über ergänzende Systeme das erforderliche Fahrzeugdatenblatt für die Rettungsmaßnahmen einsehen bzw. den Einsatzkräften übermitteln.

Für Ersthelfer bei Verkehrsunfällen, also Personen ohne Unfallbeteiligung, ist dieses System ebenfalls hilfreich: Im jedem Fahrzeug befindet sich neben den automatischen Alarmsensoren eine manuelle Notruftaste. Bei der Betätigung werden die wertvollen Informationen ebenso übermittelt.

Notrufabfragesystem wurde erweitert


Dr. Thomas Walter sieht in dieser Hinsicht den Landkreis Gifhorn gerüstet: "Die Systeme der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle des Landkreises Gifhorn sind bereits für das europäische Notrufsystem eCall ausgerüstet. Im Dezember 2017 wurde das Notrufabfragesystem hierfür erweitert, und im Januar 2018 erfolgte die Anpassung des Einsatzleitsystems. Die Leitstelle ist damit vorbereitet."

Die Frage, ob in Gifhorn bereits Fahrzeuge mit eCall ausgerüstet seien, ließe sich jedoch nicht beantworten, da bei der Zulassung eines Fahrzeuges keine diesbezüglichen Informationen erfasst werden könnten.


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