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Ehemaliger Neurologie-Chef schult Assistenzärzte



Goslar

Ehemaliger Neurologie-Chef schult Assistenzärzte


Eine Initiative für Integration: Prof. Dr. med Manfred Holzgraefe (4.v. links) mit Teilnehmern des Weiterbildungs-Kurses, ausländischen Assistenzärzten. Foto: Asklepios Kliniken Schildautal
Eine Initiative für Integration: Prof. Dr. med Manfred Holzgraefe (4.v. links) mit Teilnehmern des Weiterbildungs-Kurses, ausländischen Assistenzärzten. Foto: Asklepios Kliniken Schildautal

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Seesen. Der ehemalige Leiter der Kliniken für Neurologische Rehabilitation und Frührehabilitation der Asklepios Kliniken Schildautal, Prof. Dr. med. Manfred Holzgraefe, gibt nach Information des Klinikums jungen Assistenzärzten mit Migrations-Hintergrund in einem Spezial- Weiterbildungskursus sozusagen den „Feinschliff“.



Neben der Ausbildung auf den Stationen hat die wöchentliche praktische Lehrveranstaltung das Ziel, den Ausbildungsstandard von jungen, ausländischen Assistenzärzten weiter zu harmonisieren und auszubauen.

Im Jahr 2017 wurde der Kursus in Absprache mit dem Direktor des Zentrums für Neurologie, Prof. Dr. Mark Obermann gestartet – seitdem erfreut sich die Weiterbildung zunehmender Beliebtheit. „Wie in vielen anderen Kliniken in Deutschland nimmt die Zahl der ausländischen Assistenzärzte zu“, erläutert Prof. Holzgraefe. „Der medizinische Ausbildungsstand sowie die Kenntnisse der deutschen Sprache sind bei ihnen unterschiedlich ausgeprägt, daher haben wir den Kursus ins Leben gerufen.“


Die Inhalte sind praxisorientiert. Zu Beginn der Fortbildungsreihe wurden die Grundbegriffe der „neurologischen Propädeutik“ vermittelt. Die neurologische Propädeutik soll eine Grundlage in der neurologischen „Anamneseerhebung“, also bei der Erfragung und Erfassung der Krankengeschichte des Patienten, vermitteln sowie eine Systematik in der Neurologischen Untersuchung. Ziel ist es dabei, dass die ausländischen Assistenzärzte durch gegenseitiges Untersuchen den Ablauf einer Neurologischen Untersuchung noch besser kennenlernen und Varianten von Normalbefunden erheben. Einige Tage vor dem Kursus bekommen sie schriftlich Fälle über Patienten mit neurologischen Krankheiten zugeschickt, mit denen sie sich vorab beschäftigen sollen, anhand dessen erörtern sie gegenseitig die Anamnese und klinischen Befunde. Sie setzen sich nicht nur damit auseinander, ergänzend zu dem Fall werden spezifische Fragen gestellt, die vorab beantwortet werden sollen. Prof. Holzgraefe: „Neben der Vermittlung von neurologischen Spezialkenntnissen werden dabei auch die medizinische Terminologie und die deutsche Sprache der Teilnehmer geschult.“

„Wir wollen damit auch einen kleinen Beitrag leisten, um ausländische Ärzte schneller bei uns in der Gesellschaft zu integrieren“, sagt Christian Lorch, Geschäftsführer der Asklepios Kliniken Schildautal.


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