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Eichenprozessionsspinner im Stadtgebiet auf dem Vormarsch

Bereits 110 Nester an 65 Bäumen wurden entfernt. Die Stadt hat eine Fachfirma beauftragt. Im privaten Raum sind die Eigentümer verantwortlich.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Sandra Zecchino

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15.06.2020

Braunschweig. In der Stadt Braunschweig gibt es derzeit, wie anderen Kommunen auch, in Grün- und Parkanlagen ein vermehrtes Auftreten der Raupen des Eichenprozessionsspinners. An bislang 34 Standorten innerhalb Braunschweigs wurden bisher an 65 Bäumen über 110 Nester des Eichenprozessionsspinners durch den Fachbereich Stadtgrün und Sport entfernt. Schwerpunkte des Befalls konnten dabei im Bereich des Westparks sowie des Prinz-Albrecht-Parks ausgemacht werden. Das teilt die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung mit.


Die Stadtverwaltung wird bei allen bekannten und gemeldeten Fällen auf städtischen Flächen und Anlagen schnellstmöglich tätig, indem eine beauftragte Fachfirma die Nester mechanisch entfernt. Die betroffenen Bereiche werden im bestätigten Verdachtsfall abgesperrt und mit einem Hinweisschild versehen. Diese abgesperrten Bereiche sollten nicht betreten und die Nester und Raupen nicht berührt werden. Nach der mechanischen Entfernung besteht in der Regel keine Gefahr mehr.

Verdachtsfälle bitte melden!


Die Verwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger, Verdachtsfälle auf den Eichenprozessionsspinner in öffentlichen Grün- und Parkanlagen an das Bürgertelefon der Stadt Braunschweig unter 115 oder (0531) 470-1 oder per E-Mail an stadtbaeume@braunschweig.de zu melden. Bei Vorkommen des Eichenprozessionsspinners auf Privatgelände ist der Grundstückseigentümer für die Beseitigung verantwortlich.

Die überwiegend nachtaktiven Raupen halten sich tagsüber in Gespinstnestern ausschließlich an Eichenbäumen auf und wandern in der Dämmerung in langen Reihen vom Eichenstamm zum Fressen in die Eichenkronen. Die Raupen besitzen kleinste nicht sichtbare Brennhaare, die einen Giftstoff enthalten, der bei Hautkontakt allergische Reaktionen, juckende, entzündliche Hautausschläge, Rötungen, Quaddeln und Bläschen auslöst. Bei Augenkontakt sind Entzündungen der Augenbindehaut möglich. Werden die Haare eingeatmet, kann es zu Reizungen im Rachen, Halsschmerzen, Hustenreiz und seltener auch zu Asthmaanfällen kommen.

Saison endet meistens im Juli


Die Saison des Eichenprozessionsspinners endet zumeist erst gegen Ende des Monats Juli. Dann verpuppen sich die Raupen, bis der dann fertige Falter ausfliegt. Zurück bleiben deren verlassene Nester mit den hinterlassenen Brennhaaren, die auch später Allergien auslösen können.


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