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Ein Blick in die Leitstelle: Was passiert, wenn ich 112 wähle?

Unter der Notrufnummer 112 erreicht man Feuerwehr und Rettungsdienst. Aber was passiert eigentlich am andern Ende der Leitung?

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: regionalHeute.de

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04.07.2020

Wolfsburg. Unter der Nummer 112 erreicht man in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union eine Notrufzentrale – aus dem Festnetz genauso wie über das Handy. Die etwa 400 Notrufe pro Tag, für den Landkreis Helmstedt und der Stadt Wolfsburg, laufen in der integrierten Regionalleitstelle Wolfsburg-Helmstedt (IRLS) zusammen. Was in der IRLS passiert, darüber informiert die Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung.



Die Mitarbeiter der IRLS verfügen demnach über eine fundierte feuerwehrtechnische und rettungsdienstliche Ausbildung und hätten jeweils mehrjährige Einsatzerfahrung. Auf Grundlage der vorliegenden Informationen des Notrufes leiten die Disponenten den Einsatz ein. Zusätzlich erklärten sie den Anrufen, wie sie selbst Helfen könnten, von der "einfachen Ersten Hilfe" bis hin zur "Anleitung der Reanimation". Den Disponenten stünden grundsätzlich für den Regelbetrieb sechs Plätze zur Verfügung.

Ausnahmelagen, wie Naturkatastrophen, erforderten eine Umorganisation in der Gefahrenabwehr. Nur so könnte die Vielzahl der gleichzeitig eingehenden Notrufe in der ILRS sowie die daraus folgenden Einsatzerfordernisse für Feuerwehr, Rettungsdienst und Einheiten des Katastrophenschutzes systematisch bewältigt werden.

Mehr Notrufplätze in Katastrophenzeiten


Für die Stadt Wolfsburg und den Landkreis Helmstedt könne die Anzahl der Notrufannahmeplätze von sechs auf insgesamt elf erhöht werden. Das Stadtgebiet Wolfsburg würde in diesen Zeiten etwa in vier Abschnitte aufgeteilt, die mit eigenen Führungsstellen besetzt. Die aus allen, in der IRLS eingehenden Notrufe resultierenden Einsätze würden in je nach Ort an die zuständige Abschnittsführungsstelle übergeben. Die koordinierten dann sämtliche Maßnahmen zur Gefahrenabwehr im jeweiligen Abschnitt.

Bei einer Vielzahl von Notrufen müssten die Anrufer manchmal in der Warteschleife. Hier rät die Feuerwehr immer in der Warteschlange zu warten, sonst würden Anrufer "ans Ende" der Warteschleife gelegt wird. Sind alle Notrufleitungen durch aktive Gespräche belegt, erhielten alle weiteren Anrufer ein Besetztzeichen. Dann, so die Feuerwehr, sollte die Nummer noch einmal angerufen werden.


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