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Chinatown in der Stadthalle

von Jan Borner


Der Chinesische Nationalzirkus in der Stadthalle. Fotos: Jan Borner
Der Chinesische Nationalzirkus in der Stadthalle. Fotos: Jan Borner Foto: Jan Borner

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15.02.2016


Braunschweig. Der Chinesische Nationalzirkus war am Sonntagabend mit seinem Programm "Chinatown" in der Stadthalle Braunschweig zu Gast. Das Ensemble brachte einen Hauch von China in die Löwenstadt und bewies, dass der menschliche Körper zu weit aus mehr fähig ist, als man gemeinhin glauben mag.

Eigentlich ist Akrobatik ja auch nur ein Sport. Wenn man dann aber den Künstlern auf der Bühne zuschaut und noch nicht mal einen Hauch von Anstrengung sieht, dann scheint es eher so, als sei die Akrobatik mit der Zauberei verwandt. Man sucht nach dem Trick und schüttelt mit dem Kopf, weil man einfach nicht ganz glauben kann, dass es keinen gibt. Der Chinesische Nationalzirkus zeigte am Sonntagabend in der Stadthalle, dass der menschliche Körper zu wirklich unfassbaren Leistungen fähig ist und er zeigte auch, dass Stühle zu weitaus mehr gut sind, als nur zum Sitzen. Neben all der Akrobatik lieferte das Ensemble aber auch so manches zum Lachen. Mit einem Humor, der zuweilen etwas an Charlie Chaplin erinnerte wurden die akrobatischen Vorführungen und Stunts immer wieder aufgelockert.


Akrobatik auf chinesisch. Foto: Jan Borner



Der Zirkus wurde 1989 in Deutschland von André Heller gegründet und im Jahr 2000 von Raoul Schoregge übernommen. Wie der künstlerische Leiter im Gespräch mit regionalHeute.de betonte, hat die Show "Chinatown" auch eine besondere Aktualität: „Wenn man genau hinschaut, dann waren die Chinesen die ersten Wirtschaftsflüchtlinge und haben überall auf der Welt Parallelgesellschaften gebildet und das hat gut funktioniert. Im Programm zeigen wir aber auch die Probleme, Konflikte und Geschichten, die sich ergeben, wenn eine Kultur mit 5000 Jahren Geschichte ins Ausland geht. Sehr spannend, wir benutzen die Akrobatik, um auch auf wichtige gesellschaftliche Themen einzugehen. Menschen machen sich auf mit ihrer Kultur im Gepäck, um in einem neuen Land ihren Träumen und Hoffnung nachzugehen. Das ist aktueller den je.“


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