Ein Schloss im Schloss: Museum zeigt Nachbau von Wilhelm Peters

10. Februar 2019 von
Das Wolfenbütteler Schloss im Kleinformat. Fotos und Video: Alexander Dontscheff
Wolfenbüttel. Seit Dezember ist das Schloss Museum um eine Attraktion reicher. Ein sehr detailreicher Nachbau des Schlosses ist im Maßstab 1:32 in der aktuellen Sonderausstellung zu sehen. Gebaut hat das Schmuckstück der Modellbauer Wilhelm Peters aus Salzgitter. Am heutigen Sonntag gab der Künstler im Rahmen einer Führung Einblicke in sein doch recht aufwändiges Hobby.

„Der eine geht abends in die Kneipe, ich gehe in den Keller arbeiten“, umschreibt Wilhelm Peters seine Leidenschaft. Doch dass die Nachbildungen von Schlössern und Burgen aus der Region mehr sind als ein wenig Basteln, wird schnell klar. Zunächst gilt es einiges an Recherchearbeit zu leisten. Baupläne werden angefordert, mit ehemaligen im Gebäude tätigen Handwerkern gesprochen und aufwändige Pläne gezeichnet. Dann geht es los. In Handarbeit wird alles selbst im eigenen Keller gefertigt. 

Über drei Jahre, 4.700 Stunden hat Peters am Wolfenbütteler Schloss gewerkelt. Da alles so genau wie möglich nachgebaut wird, steckt die Liebe häufig im Detail. So hat der Modellbauer die 477 Fenster des Schlosses ein halbes Jahr lang geklebt. Auch jeder Dachziegel wurde mit der Hand gefaltet, jeder Stein im Hof einzeln nachgebaut. Um dies so perfekt wie möglich zu gestalten, hatte er sogar die Erlaubnis des Bürgermeisters bekommen, auf den sonst gesperrten Turm zu steigen, um Fotos zu machen.

Das Wolfenbütteler Schloss, das er in den Jahren 2010 bis 2014 gebaut hat, wurde an die Stadt verkauft. Auch um wieder Platz für Neues zu haben. Erst kürzlich wurde der Nachbau des Celler Schlosses fertig. Was als nächstes geplant ist, möchte Wilhelm Peters noch nicht verraten. „Ich habe die Baupläne angefordert, sie liegen mir aber noch nicht vor. Und so lange sage ich lieber nichts.“

Weitere Informationen und Einblicke in die Arbeit von Wilhelm Peters finden Sie unter www.exklusiv-modellbau.net.

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