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"Eine Broschüre für den persönlichen Rundgang"



Wolfenbüttel

"Eine Broschüre für den persönlichen Rundgang"

von Max Förster


Eine Broschüre lädt zu Stadtrundgängen ein. Von links: Alexandra Hupp (Leiterin des Kulturbüros), Matthias Langer (Fotograf und Grafiker), Dr. Elisabeth Vorderwülbecke (Kunsthistorikerin) und Lena Simon (Projektkoordinatorin im Kulturbüro) präsentieren die Broschüre "Skulpturen und Objekte im öffentlichen Raum".
Eine Broschüre lädt zu Stadtrundgängen ein. Von links: Alexandra Hupp (Leiterin des Kulturbüros), Matthias Langer (Fotograf und Grafiker), Dr. Elisabeth Vorderwülbecke (Kunsthistorikerin) und Lena Simon (Projektkoordinatorin im Kulturbüro) präsentieren die Broschüre "Skulpturen und Objekte im öffentlichen Raum". Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Am Dienstag wurde die unter der Federführung des Kulturbüros entstandene Broschüre und gleichzeitiger Stadtführer "Skulpturen und Objekte im öffentlichen Raum" der Stadt Wolfenbüttel präsentiert. Auf zwei kulturellen Rundgängen haben die Leser beziehungsweise Entdecker die Möglichkeit, sich die Historie der verschiedensten Objekte und Skulpturen wieder ins Bewusstsein zu rufen und somit den Geist der Vergangenheit wieder aufleben zu lassen.

Zwei Rundgänge hält die Broschüre bereit. Die erste Kunst-Route "Gedenken, Erinnern, Ermahnen" beschäftigt sich mit der Gedenktradition im öffentlichen Raum. Zwölf Objekte, die zwischen 1880 und 2009 aufgestellt wurden, können hier betrachtet werden, wie zum Beispiel das Kriegerdenkmal, der jüdische Gedenkstein oder das Flak-Artillerie-Denkmal. Die zweite Tour mit dem Titel "Sehen, Entdecken und Staunen" führt Geschichtsinteressierte durch eine Reihe von Werken aus der Bildenden Kunst. Insgesamt 14 Kunstwerke, die in der Zeit von 1738 bis in die nahe Gegenwart 2012 entstanden sind, lassen sich bei diesem Rundgang entdecken.

Die textliche und visuelle Gestaltung


Es muss nicht immer ein geführter Rundgang sein. Die Broschüre bietet viele Hintergrundinformationen, die über einen langen Zeitraum recherchiert und nicht nur thematisch, sondern auch visuell aufbereitet werden mussten. "Was lange währt, wird endlich gut.", heißt es von Alexandra Hupp, Leiterin des Kulturbüros. Seit 2012 wird an diesem Projekt gearbeitet, das einst auf Initiative von Heinz-Dieter König in das Kulturentwicklungskonzept der Stadt aufgenommen wurde. Die Kunsthistorikern Dr. Elisabeth Vorderwülbecke hat das Konzept für den Rundgang erstellt, die Auswahl der entsprechenden Objekte getroffen und nötige Forschungs- und Recherchearbeit übernommen. Hierin befand sich die größte Herausforderung für die Kunsthistorikerin. "Es sind die komplexesten Themen in der Kunstgeschichte, die man sich vorstellen kann.", heißt es von Vorderwülbecke. Viele Gespräche mussten geführt und viele wichtige Informationen, wie beispielsweise Urheber, Entstehungsjahr oder der historische Kontext, eingeholt werden, damit es einer offiziellen Veröffentlichung genüge. Für das äußere und innere Erscheinungsbild war dann der Fotograf und Grafiker Matthias Langer zuständig. Er brachte Texte und Bild in Einklang. Hierbei stehen Die Bilder bewusst nicht im Vordergrund, schließlich soll der kompakte Stadtführer "Zum Loslaufen einladen", so Langer. Betreut wurde das Projekt von Lena Simon, Projektkoordinatorin im Kulturbüro.

Das Ziel der Broschüre


Wie Matthias Langer schon erwähnte, soll die Broschüre dazu bewegen, selbst auf Entdeckertour zu gehen, sozusagen eine "Broschüre für den persönlichen Rundgang", wie es Alexandra Hupp nannte. Die Objekte wurden so gewählt, dass sie bequem in einer 90-minütigen Tour besichtigt und durch den geschichtlichen Hintergrund erlebbar gemacht werden können. Das Ziel der Kunsthistorikerin ist, die Objekte und Skulpturen "aus dem Dornröschenschlaf zu wecken", sodass vergangene Zeiten wieder greifbar sind.

Mit einer Stückzahl von 2.500 ist die Broschüre "Skulpturen und Objekte im öffentlichen Raum" kostenlos an der Tourist-Information am Stadtmarkt 7a erhältlich.


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