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Einzug in die "6er-WG" - Wolfsburger Storch überwintert in Seeburg



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Einzug in die "6er-WG" - Wolfsburger Storch überwintert in Seeburg

Eine Überwinterung einer so großen Gruppe sei in der Region beachtlich.

von Julia Fricke


Im Sommer waren viele Störche auf den Feldern zu erblicken. Eine 6er-Gruppe hat es sich nun in Seeburg gemütlich gemacht. Symbolbild.
Im Sommer waren viele Störche auf den Feldern zu erblicken. Eine 6er-Gruppe hat es sich nun in Seeburg gemütlich gemacht. Symbolbild. Foto: Rudolf Karliczek

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Wolfsburg/Seeburg. Anstatt in den Süden zu fliegen, überwintern am "Seeanger" bei Seeburg im Kreis Göttingen in diesem Jahr sechs Störche. Auch ein Storch, der im Jahr 2017 in Warmenau geschlüpft ist, hat sich ihnen angeschlossen, wie Weißstorchbeauftragter Georg Fiedler auf Nachfrage von regionalHeute.de berichtet. Eine Überwinterung dieser Größenordnung sei in der Region beachtlich.



Normalerweise fliegen die Störche in der kalten Jahreszeit in den Süden. So auch Fridolin und Mai aus dem Artenschutzzentrum in Leiferde. Doch das Zuggeschehen ist im Umbruch, wie Fiedler weiter erklärt. Durch mildere Winter, aber auch neue Nahrungsquellen würden die Tiere auch in Frankreich und Spanien ausreichend Nahrung finden.

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Wird der Winter am "Seeanger" jedoch streng, müsste die "6er WG" sich ebenfalls auf den Weg in Gegenden mit milderem Klima machen. In dieser Gruppe würden sich auch ältere Tiere befinden, die weitere Strecken und deren Nahrungsgegebenheiten kennen würden. Jungstörche würden ihr nicht angehören. Diese ziehen weiterhin in entferntere Gegenden, mindestens bis Spanien. Dies tun sie auch, wenn die Elterntiere überwintern. "Solange dieses Geschehen andauert, rechne ich (noch) nicht mit einem Hierbleiben eines großen Anteils unserer Störche. Andererseits kehren viele Störche schon mit ein oder zwei Jahren erstmals in die Heimat zurück. Dann könnten sie von überwinternden älteren Störchen auch zum Dableiben veranlasst werden. Oder erfahren genug geworden sein, um selbst zu entscheiden, wo sie im Winter überleben können", so Fiedler abschließend.


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