Region. Das anhaltende Winterwetter sorgt nicht nur auf den Straßen für Probleme – auch die Schifffahrt ist mittlerweile betroffen. Über die aktuelle Lage informiert die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) in einer Pressemitteilung.
Seit dem 11. Januar seien auf dem Mittellandkanal zwischen Minden und Magdeburg sowie auf dem Elbe-Seitenkanal aufgrund anhaltender Eisbildung Eisbrecher im Einsatz. Trotz intensiver Maßnahmen habe sich die Situation in den vergangenen Tagen weiter verschärft. Der Elbe-Seitenkanal sowie der Mittellandkanal von der Schleuse Sülfeld bei Wolfsburg bis Magdeburg mussten laut WSV am vergangenen Freitag für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Der Schiffsverkehr zwischen Hannover-Anderten und Braunschweig könne derzeit noch durch den fortlaufenden Einsatz von Eisbrechern aufrechterhalten werden.
Zunehmende Eisbildung verschärft Situation
Die Stichkanäle nach Hildesheim und Salzgitter sollen demnach ab dem morgigen Dienstag für die Schifffahrt gesperrt werden. Zudem werde die Strecke zwischen der Schleuse Anderten und der Schleuse Sülfeld ab Mittwoch für den Verkehr geschlossen. Im Abschnitt zwischen Minden und Hannover sei die Schifffahrt aktuell noch möglich, jedoch verschlechtere sich auch hier die Fahrbarkeit aufgrund der zunehmenden Eisbildung täglich. Zeitweise seien in den betroffenen Bereichen bis zu elf Eisbrecher gleichzeitig im Einsatz gewesen, teilweise bis zu zwölf Stunden täglich auf festgelegten Strecken.
Die Schifffahrt muss laut WSW vollständig eingestellt werden, wenn das Eis nach der Durchfahrt eines Eisbrechers unmittelbar wieder zufriert, die Eisdecke zu stark und fest wird oder der Schutz der Schleusenanlagen dies erforderlich macht.

