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Eiszapfen und Dachlawinen - Hauseigentümer können für Schäden haften



Salzgitter

Eiszapfen und Dachlawinen - Hauseigentümer können für Schäden haften

Die Stadt Salzgitter fordert Hauseigentümer daher auf, diesen Gefahren zu begegnen. Das angekündigte Tauwetter verstärke das Problem noch.

An manchen Gebäuden bilden sich meterlange Eiszapfen. (Symbolbild)
An manchen Gebäuden bilden sich meterlange Eiszapfen. (Symbolbild) Foto: Marvin König

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Salzgitter. Zurzeit bilden sich an vielen privaten Gebäuden über öffentlichen Gehwegen hängende Eiszapfen. Die Stadt Salzgitter weist darauf hin, dass diese eine erhebliche Gefahr für Passanten darstellen können. Gleiches gelte für Schneebretter, die von Dächern zu rutschen drohen. Sobald das für die kommende Woche angekündigte Tauwetter einsetzt, wird die Entstehung von Eiszapfen und Dachlawinen noch weiter verstärkt. Die Stadtverwaltung fordert in einer Pressemitteilung deshalb die Hauseigentümer auf, diesen Gefahren zu begegnen und sie bestmöglich zu beseitigen.



Grundsätzlich hafte der Eigentümer des betreffenden Gebäudes für Personen- und Sachschäden, die durch herabfallende Eiszapfen oder Schneebretter verursacht werden. Im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht seien die Eigentümer verpflichtet, Eiszapfen und Schneebretter an ihren Gebäuden zu entfernen, wenn von ihnen eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgehen kann. Falls der Hauseigentümer oder eine durch ihn beauftragte Firma sie nicht beseitigen können, muss der Gefahrenbereich unverzüglich fachgerecht abgesperrt werden.

Feuerwehreinsatz ist kostenpflichtig


Die Feuerwehr Salzgitter leistet erst Unterstützung und Hilfe, wenn der Gebäudeeigentümer diese Maßnahmen nicht umsetzen kann oder keinen privaten Dienstleister findet. Der Feuerwehreinsatz sei für den Eigentümer kostenpflichtig.

Außerdem seien Gebäudeeigentümer verpflichtet, auf ihren Grundstücken Feuerwehrzufahrten und ausgewiesene Aufstellflächen für Feuerwehrfahrzeuge von Schnee zu befreien und freizuhalten. Dies sei notwendig, um jederzeit zum Beispiel den Einsatz einer Drehleiter zur Menschenrettung zu ermöglichen.


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