Eltern unter Druck: Bundestagsabgeordnete appelliert für Kita-Öffnungen

Die Gifhorner Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann sieht insbesondere unter Einbeziehung privater Initiativen und kreativer Lösungen viel Spielraum für die Entlastung von Eltern während der Corona-Krise.

Ingrid Pahlmann, CDU-Bundestagsabgeordnete für Peine und Gifhorn. (Archivfoto)
Ingrid Pahlmann, CDU-Bundestagsabgeordnete für Peine und Gifhorn. (Archivfoto) Foto: regionalHeute.de

Gifhorn. Mit einem eindringlichen familienpolitischen Appell wandte sich die hiesige Bundestagabgeordnete Ingrid Pahlmann an den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil. In einem Brief bittet das Mitglied des Familienausschusses des Deutschen Bundestages den Ministerpräsidenten, sich für eine stufenweise Öffnung der Kindertagesbetreuung einzusetzen und der schwierigen Situation von Familien mit kleinen Kindern mit kreativen Lösungen zu begegnen. Die Abgeordnete veröffentlichte hierzu eine Pressemitteilung.


„Ich halte es für dringend notwendig, dass sich der Ministerpräsident in der anstehenden Bund-Länder-Beratung am 30. April für einen behutsamen Wiedereinstieg in die Kindertagesbetreuung einsetzt“, erklärt die Bundestagsabgeordnete. Dies sei nicht nur zur Entlastung berufstätiger und alleinerziehender Eltern sinnvoll, sondern habe auch einen präventiven Charakter zur Abwendung häuslicher Gewalt und zur Wahrung der Chancengleichheit.

In ihrem Schreiben macht sie konkrete Vorschläge, wie Familien mit kleinen Kindern durch eine kontrollierte Öffnung von öffentlichen Spiel- und Sportplätzen entlastet werden könnten. „Angesichts der Jahreszeit und des guten Wetters kann ich mir eine kontrollierte und maßvolle Nutzung von öffentlichen Spiel- und Sportanlagen durch Kinder in Begleitung Erwachsener vorstellen, die auf Basis einer entsprechend veränderten landesrechtlichen Regelung durch kommunales Personal abgesichert werden könnte“, schreibt Frau Pahlmann in ihrem Brief, der unserer Redaktion vorliegt.

Zu den angeregten Maßnahmen gehöre zum Beispiel die Kontrolle durch kommunales Personal, eine Kontingentierung des Zugangs und die Einbeziehung privater Initiativen zur Unterstützung entsprechender Angebote. In ihre Überlegungen bezieht die Gifhornerin auch Zoos und Tierparks mit ein. Am vergangenen Dienstag fassten die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder und die Bundesfamilienministerin einen Beschluss zum stufenweisen Wiedereinstieg in die Kindertagesbetreuung.


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