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Ende der Priorisierung: 123.000 Neuanmeldungen für die Warteliste an einem Tag



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Ende der Priorisierung: 123.000 Neuanmeldungen für die Warteliste an einem Tag

Und dies ist nur die Zahl für die Impfzentren. Auch über 10.000 Zwölf bis 15-Jährige haben sich für einen Termin beworben.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Rudolf Karliczek

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Niedersachsen. Am gestrigen Montag ist die Priorisierung innerhalb der Impfkampagne gefallen. Das heißt, jeder der will und mindestens zwölf Jahre alt ist, kann sich für einen Impftermin anmelden. Wie Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens am heutigen Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz berichtete, wurde von dieser Möglichkeit reichlich Gebrauch gemacht. Am gestrigen Montag haben sich 123.000 Personen auf die Warteliste der Impfzentren setzen lassen.



Insgesamt stehen dort nun 640.000 Menschen. Mit einer Wartezeit von vier bis sechs Wochen müsse man rechnen, erklärte Claudia Schröder, stellvertretende Vorsitzende des Corona-Krisenstabes. Angemeldet hätten sich auch über 10.000 Zwölf bis 15-Jährige. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission für diese Altersgruppe werde noch für diese Woche erwartet. Man gehe zwar von einer nur eingeschränkten Empfehlung aus, die Anmeldungen seien aber keinesfalls umsonst gewesen, betonte Daniela Behrens. Auch ohne Empfehlung werde man sich nach gründlicher ärztlicher Beratung impfen lassen können. Diese werde auch in den Impfzentren durchgeführt.

Unsichere Lieferungen mit Impfstoff


Derzeit hätten in Niedersachsen 46,7 Prozent ihre Erstimpfung und 20,5 Prozent eine Zweitimpfung erhalten. Derzeit würden in den Impfzentren vorwiegend Zweitimpfungen durchgeführt. Dies werde sich vermutlich in zwei Wochen wieder ändern, betonte Daniela Behrens. Das Problem seien die unsicheren Lieferungen mit Impfstoff. Für die Impfzentren sollten eigentlich wöchentlich 235.000 Impfdosen geliefert werden. Es sei aber auch schon vorgekommen, dass es nur 190.000 waren. Dies erfahre man meist sehr kurzfristig. Auch die Zusammensetzung der Impfstoffarten sei immer wieder überraschend. Für den Juli etwa stünden bisher nur die Liefermengen des Herstellers Moderna fest.


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