Braunschweig

Engagement schätzen und schützen



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05.12.2013


Braunschweig. „Bürgerschaftliches Engagement heißt für uns, dass Menschen freiwillig und selbstbestimmt Verantwortung für andere und für das Gemeinwesen übernehmen. Ohne Engagement gibt es keine funktionierende Demokratie und keine lebendige Zivilgesellschaft“, erklärt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig Dirk Bitterberg. Anlass die Bedeutung des Engagements zu betonen, ist der heutige „Internationale Tag des Ehrenamts“.

Mehr als 70000 Menschen engagieren sich regelmäßig bundesweit in den Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt. Weit über 15000 Stunden im Jahr engagieren sich Ehrenamtliche in den Einrichtungen des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig. Hinzu kommen bundesweit zirka 5000 Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst ableisten. Zudem stärken 371000 Mitglieder die AWO, von denen viele ein Ehrenamt in den Vereinsstrukturen des Verbandes übernehmen. „Sie alle sind eine wichtige Säule der AWO“, betont Bitterberg. Die Motive für ein Engagement sind vielfältig: Tatkräftig anderen zu helfen oder der Entschluss, die Gesellschaft mitzugestalten, gehören ebenso dazu wie der Wunsch nach Gemeinschaft und neuen Lebens- und Lernerfahrungen. Klar ist: „Für unseren Verband ist jeder Einzelne unverzichtbar. Sie sind eben nicht verpflichtbare Bürgerinnen und Bürger, die unentgeltlich dem Sozialstaat dienen, sondern geschätzte kritische Geister. Durch ihr Tun zeigen sie die höchst problematischen Lücken durch den Sozialstaatsabbau auf und fordern mehr soziale Gerechtigkeit“, unterstreicht Bitterberg.

Die neue Bundesregierung muss bessere Rahmenbedingungen für das selbstbestimmte Bürgerschaftliche Engagement ermöglichen, statt es staatlich zu steuern. Dazu gehört eine nachhaltig finanzierte Infrastruktur zur Gewinnung, Begleitung und Qualifizierung von Engagierten. „Die Basis guten Engagements ist eine verantwortungsvolle und gerecht finanzierte Sozial-, Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik. Nur so werden Engagierte nicht zu Lückenbüßern gekürzter Leistungen. Das zu sichern, ist unsere Pflicht“, betont Bitterberg.


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