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Erdgasversorgung in Wolfenbüttel wird für die Zukunft gesichert



Wolfenbüttel

Erdgasversorgung in Wolfenbüttel wird für die Zukunft gesichert

von Anke Donner


Bis zum Jahr 2019 soll in Wolfenbüttel die Umstellung von L-Gas auf H-Gas erfolgen Bürgermeister Thomas Pink, Michael Rabenau und Matthias Tramp, Vera Steiner und Norbert Meisel (Stadtwerke) erklärten den Vorgang. Fotos: Anke Doner
Bis zum Jahr 2019 soll in Wolfenbüttel die Umstellung von L-Gas auf H-Gas erfolgen Bürgermeister Thomas Pink, Michael Rabenau und Matthias Tramp, Vera Steiner und Norbert Meisel (Stadtwerke) erklärten den Vorgang. Fotos: Anke Doner Foto: Anke Donner

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Wolfenbüttel. In einem Pressegespräch stellten Bürgermeister Thomas Pink, sowie die Stadtwerke-Geschäftsführer Vera Steiner und Matthias Tramp das Verfahren zur Umstellung der Erdgasversorgung in Wolfenbüttel vor.



Wie die Umstellung in Wolfenbüttel bis zum Jahr 2019 vollzogen werden soll, erklärte Michael Rabenau, Projektberater bei der begleitenden Firma, die Becker Büttner Held Consulting AG. Die Deutsche Erdgaswirtschaft befände sich derzeit in einem großen, mehrere Jahre andauernden Veränderungsprozess - der Umstellung von L-Gas auf H-Gas. Nun beginnt die konkrete Umsetzung des Projekts auch in Wolfenbüttel.

2030 in Schluss mit L-Gas


Die Deutsche Erdgasversorgung werde durch Erdgas aus unterschiedlichen Quellen sichergestellt. Je nach Herkunft des Erdgases unterscheidet es sich in seiner Zusammensetzung, es gibt L- oder H-Gas. Das L-Gas (niedrigerer Energiegehalt als H-Gas), mit dem auch unsere Region bisher versorgt wird, wird aus deutschen und niederländischen Lagerstätten gefördert. Im Gegensatz zum H-Gas, dessen Reserven für die nächsten 200 bis 250 Jahre als gesichert gelten, wird die Versorgung mit L-Gas aus der niederländischen Förderung bis zum Jahr 2030 eingestellt, erklärte Rabenau.

Wolfenbüttel soll bis 2019 umgestellt werden


Von der rückläufigen L-Gas-Förderung sind alle mit L-Gas versorgten Gebiete betroffen. Diese Gebiete müssen bis zum Jahr 2013 auf die Versorgung mit H-Gas umgestellt werden. Um die Umstellung in den betroffenen Gebieten koordiniert durchzuführen, wurde im Netzwerkentwicklungsplan ein Fahrplan erstellt. Nach dem Umstellfahrplan wird Wolfenbüttel ab Mai 2019 mit H-Gas versorgt.

Alle Geräte und Haushalte müssen erfasst werden


Die meisten Geräte, die bisher mit L-Gas betrieben wurde, dürfen und können nicht ohne weiteres mit H-Gas betrieben werden. Die Umstellung auf eine adere Gasqualität bedingt daher auch die Erfassung beziehungsweise die Erhebung und anschließend die fachgerechte Anpassung aller vorhandenen Geräte in Haushalten und Gewerbe-und Industriebetrieben. Für diese Anpassungsmaßnahmen ist der jeweilige Netzbetreiber zuständig - die Stadtwerke. Diese übernehmen auch die Kosten von rund 4,5 Millionen Euro. Um die umfangreiche Maßnahme durchführen zu können, arbeiten die Stadtwerke mit externen Partner zusammen. Für die Erhebungs- und Anpassungsmaßahmen werden von der ESK GmbH, der Gatter3 Technik Gmbh, der LPR GmbH und der Semoring GmbH von den Stadtwerken beauftragt.

Zusammenarbeit mit den Kunden


Die Umsetzungsmaßnahmen in Wolfenbüttel beginnen im April dieses Jahres. Hierzu müssen die Mitarbeiter der Partnerunternehmen bei den Gaskunden insgesamt zwei Termine wahrnehmen um die Geräte zu erfassen und die Umstellung vorzunehmen. Im Vorfeld erhalten jedoch alle Gasnetzkunden in Wolfenbüttel von ihrem Netzbetreiber, den Stadtwerken Wolfenbüttel GmbH, alle notwendigen Informationen in Form eines Schreibens. Die Stadtwerke Wolfenbüttel kümmern sich vollumfänglich um die Erdgasumstellung in ihrem Netzgebiet und sorgen so mit für eine zukunftssichere Erdgasversorgung in der Region, versichern Vera Steiner und Matthias Tramp. Zudem geschieht die gesamte Umstellung unter einem hohen Sicherheitsaspekt. So werden bestimmte Vorkehrungen getroffen, damit der Kunde gewiss sein kann, dass er keine falschen Monteure ins Haus lässt. Beispielsweise werden sich die Mitarbeiter ausweisen und mit eigens gekennzeichneten Fahrzeugen unterwegs sein. Zudem bekommen Kunde und Monteur eine Pin, die dem Abgleich dient, erklärt Michael Rabenau.

"Wir bieten auch am 21. März um 17 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Lindenhalle an. Ab dem 1. April wird es dann in unserem Haus ein Erdgasbüro geben, wo sich unsere Kunden zusätzlich informieren können", erklärt Matthias Tramp. "Wir zählen auf die Mitarbeit unserer Kunden. Wir brauchen eine 100-prozentige Erhebung für die Maßnahme", ergänzt Vera Steiner.


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