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Ermordete Lehrerin: Tatverdächtiger stürzt sich in den Tod

Bei dem Mann soll es sich um den Freund der Tochter des Opfers handeln.

von Anke Donner


Symbolfoto
Symbolfoto Foto: Alexander Panknin

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09.11.2020

Helmstedt/Magdeburg. Am 6. September wurde die Leiche einer 56-jährigen Helmstedter Lehrerin aufgefunden. Die Frau, die durch mehrere Stichverletzungen in ihrem Eigenheim starb, wurde von ihrer Tochter gefunden. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft wiesen nach einigen Tagen auf zwei Personen aus dem engeren Familienkreis hin. Wie die Staatsanwaltschaft Magdeburg auf Nachfrage nun mitteilte, sei ein Tatverdächtiger inzwischen verstorben. Er habe sich das Leben genommen, so Oberstaatsanwalt Frank Baumgarten.



Medienberichten zufolge soll es sich bei den Tatverdächtigen um die Tochter der Getöteten und deren Freund handeln. Im Zuge der Ermittlungen und kurz vor dessen Vernehmung habe sich der Mann von einem Haus in den Tod gestützt. Er soll einen Abschiedsbrief mit einem Geständnis hinterlassen haben. Lediglich, dass es einen Suizid eines Tatverdächtigen gab, konnte Baumgarten auf Nachfrage von regionalHeute.de bestätigen. Ob der verstorbene Tatverdächtige einen Abschiedsbrief hinterlassen habe, in dem er die Tat gestand, wollte Baumgarten nicht bestätigen und beruft sich dabei auch auf die noch laufenden Ermittlungen gegen eine weitere Tatverdächtige. "In diesem Zusammenhang werde ich mich nicht äußern. Ich bitte da um Verständnis, weil die Ermittlungen gegen die Verdächtige nach wie vor andauern", sagt Baumgarten. Das Verfahren gegen den Verstorben sei selbstverständlich eingestellt.

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"Die polizeilichen Ermittlungen gegen die Tatverdächtige laufen nach wie vor weiter und da ist auch noch keine abschließende Entscheidung getroffen", so Baumgarten. Die Verdächtige, gegen die laut Baumgarten noch immer ermittelt werde, war kurzzeitig in Haft, weil sich ein dringender Tatverdacht ergeben hatte. Dieser habe sich aber nicht weiter bestätigt, so dass auf Antrag der Staatsanwaltschaft der Haftbefehl aufgehoben wurde. Die Verdächtige befindet sich demnach auf feien Fuss.

Schule noch immer in Trauer


Kurz nach Bekanntwerden des Mordes an der Lehrerin wurde die Homepage der Oberschule Velpke stillgelegt. Lediglich eine Kerze symbolisiert die Trauer an der Schule. Auch heute, mehr als zwei Monate nach der Tat, glimmt die Kerze auf der Internetseite. Alle anderen Funktionen sind außer Betrieb.


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