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Erster Fahrradkongress der Region tagte in Braunschweig



Braunschweig

Erster Fahrradkongress der Region tagte in Braunschweig


 Am 2. Juni trafen sich die Experten und Fachinteressierten in Braunschweig zum ersten Fahrradkongress der Region. Foto: Allianz für die Region GmbH
Am 2. Juni trafen sich die Experten und Fachinteressierten in Braunschweig zum ersten Fahrradkongress der Region. Foto: Allianz für die Region GmbH Foto: Allianz fuer die Region/ Stefan Sobotta

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Braunschweig. Die Zukunft des Radverkehrs ist modern und digital. Da sind sich die Teilnehmer der „Zukunftswerkstatt Fahrradmobilität“ einig. Am 2. Juni trafen sich die Experten und Fachinteressierten in Braunschweig zum ersten Fahrradkongress der Region. Sie diskutierten erfolgreiche Konzepte und Projekte, mit denen das Radfahren noch attraktiver wird. Im Fokus standen dabei die Themen Fahrradtourismus, fahrradbezogene Infrastruktur, Produktinnovationen und Elektromobilität.

Die Organisatoren des Kongresses erhoffen sich von diesem Austausch für die Region vor allem eines: Vernetzung und Inspiration. Etwa 100 Vertreter aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, der Fahrrad- und Tourismusbranche und der regionalen ADFC Kreisverbände folgten der Einladung der Allianz für die Region und des Zweckverbands Großraum Braunschweig (ZGB). Sie nutzten die Gelegenheit, um einmal über den Tellerrand hinaus zu blicken, Kontakte zu knüpfen und ihre Ideen zu konkretisieren. Für Manfred Günterberg, Mitglied der Geschäftsführung der Allianz für die Region, ist die Fahrradmobilität ein wichtiges Zukunftsthema, das maßgeblich auf die Lebensqualität in der Region einzahlt. „Wir verfügen über sehr gute Voraussetzungen, um uns als Top-Fahrradregion zu etablieren. Geplante Leuchtturmprojekte wie zum Beispiel Radschnellwege erhöhen die Attraktivität der Region bei der Bevölkerung und bei Touristen. Die heutigen Beiträge bestärken uns darin, die geplanten Vorhaben zielstrebig weiterzuverfolgen und gemeinsam auf den Weg zu bringen.“

Als Teil des Masterplans Fahrradmobilität, den die Allianz für die Region und der ZGB in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) erarbeitet haben, ist die „Zukunftswerkstatt Fahrradmobilität“ Auftakt für insgesamt drei Veranstaltungen im Juni rund um das beliebte Fortbewegungsmittel. Am Wochenende erkunden begeisterte Radler beim Radevent „Sattelfest“ die Region. In zwei Wochen stimmen sich die Beteiligten über anstehende Vorhaben und Bedarfe mit Städten und Kommunen der Region ab und erarbeiten auf einem „Kommunalforum Fahrradmobilität“ weitere konkrete Schritte. Manuela Hahn, Erste Verbandsrätin des ZGB, begrüßt die Entwicklung, die das Thema Fahrradmobilität in dieser Region genommen hat, sehr. „Wir wollen das Bewusstsein in der Bevölkerung für das Fahrrad im Alltag weiter stärken. Dazu hat der ZGB in seinem regionalen Raumordnungsprogramm den gesetzlichen Auftrag zur Sicherung und Entwicklung des Radverkehrs.“

Die Zukunft des Radelns


Fit, schnell und staufrei ans Ziel kommen und dabei die Umwelt schonen – das Fahrrad hat sich in den letzten Jahren als anerkanntes und akzeptiertes Verkehrsmittel etabliert. Wie andere Regionen mit dieser Herausforderung umgehen, haben fünf Referenten auf dem Fachkongress „Zukunftswerkstatt Fahrradmobilität“ anhand innovativer Projekte beschrieben. Besonders für Pendler gewinnen Radschnellwege zunehmend an Bedeutung. Wie das konkret aussieht, zeigte Sanne Westra von der Botschaft des Königreichs der Niederlande am Beispiel der ausgeprägten Fahrradkultur des Landes. Und auch in Deutschland gibt es erste Projekte dazu: Auf einer Gesamtlänge von etwa 100 Kilometern können vor allem Pendler und Studenten auf dem Radschnellweg Ruhr RS1 zehn Stadtzentren und vier Universitäten auf zwei Rädern ansteuern, wie Harald Spiering vom Regionalverband Ruhr in seinem Vortrag berichtete. Auf dem „Radweg Deutsche Einheit“ erlebt man künftig auf der Fahrt von Bonn nach Berlin neben kulturellen Highlights auch moderne Rastplätze, sogenannte Radstätten, mit freiem WLAN, digitalen Touchpads und Elektroladesäulen mit Solarzellentechnik. Thomas Hartmann vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat das Konzept vorgestellt.

Die Tourismusregion „Alpine Pearls“ zeigte zudem, wie wichtig die Vernetzung ist. Über diesen erfolgreichen Zusammenschluss von über 29 Orten aus sechs Nationen im Alpenraum berichtete Peter Brandauer, Bürgermeister von Werfenweng in Österreich und Präsident von Alpine Pearls. Am Beispiel des Iron Curtain Trails beschrieb Michael Cramer, Verkehrsausschuss-Vorsitzender im Europaparlament, den Wirtschaftsfaktor Fahrradtourismus als Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Neben Impulsen aus Vorträgen und Gesprächsrunden tauschten sich die Teilnehmer an Thementischen auch über Forschungsprojekte und Startups aus und konnten zahlreiche Produktneuheiten rund um das Fahrrad testen.
Die „Zukunftswerkstadt Fahrradmobilität“ wurde veranstaltet von der Allianz für die Region GmbH und dem Zweckverband Großraum Braunschweig mit maßgeblicher Unterstützung der Velokonzept Saade GmbH.


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