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Erster Verdachtsfall in Niedersachsen: Omikron-Variante in Wolfenbüttel aufgetreten?



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Erster Verdachtsfall in Niedersachsen: Omikron-Variante in Wolfenbüttel aufgetreten?

Weitere Test sollen klären, ob es sich wirklich um die neue Corona-Variante handelt.

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Symbolbild Foto: pixabay

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Wolfenbüttel. Wie das Niedersächsische Gesundheitsministerium am Abend bekannt gab, gibt es den ersten Verdachtsfall der Omikron-Variante in Niedersachsen. Ein Mann aus dem Landkreis Wolfenbüttel soll sich mit der neuen Virusvariante infiziert haben.



Nach einem Aufenthalt in Südafrika bestehe bei einer männlichen Person aus dem Landkreis Wolfenbüttel der begründete Verdacht, dass sie mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert sein könnte, teil das Ministerium weiter mit. Derzeit befinde sich die Person in Isolation. Laboruntersuchungen beim Landesgesundheitsamt (NLGA) sollen im Laufe der Woche Klarheit bringen, ob es sich in diesem Fall um die neuartige Variante des Virus handelt.

In der vergangenen Woche traten bei dem Mann Erkältungssymptome auf. Sowohl ein vor Ort durchgeführter Antigenschnelltest als auch ein am Landesgesundheitsamt analysierter PCR-Test hätten eine Infektion mit SarsCov 2 bestätigt. Ob es sich dabei um die Omikron-Variante handelt, ermittele das Landesgesundheitsamt nun mithilfe des Sequenzierverfahrens, das eine genaue Bestimmung der Virus-DNA ermöglicht. Im Falle der Bestätigung des Verdachts wird das Ergebnis an das Robert-Koch-Institut (RKI) übersandt, das mit den Daten eine deutschlandweite Surveillance der zirkulierenden Virenstämme durchführt.



Gesundheitsministerin Daniela Behrens erklärt dazu: „Die Omikron-Variante ist höchstwahrscheinlich auch in Niedersachsen angekommen. Zunächst einmal wünsche ich dem Betroffenen von Herzen eine schnelle Genesung und bin sehr froh, dass es sich derzeit um einen vergleichsweise leichten Krankheitsverlauf handelt. Das Auftreten dieser neuen Variante beunruhigt uns, gerade weil wir aus heutiger Sicht noch nicht genug über sie wissen. Es ist deshalb wichtig, dass wir mit auftretenden Verdachtsfällen sehr umsichtig und gewissenhaft umgehen. Angesichts der Tatsache, dass Omikron noch ansteckender sein könnte als die Delta-Variante ist von entscheidender Bedeutung, dass wir die Impflücke so schnell wie möglich schließen und die Auffrischungsimpfungen weiter vorantreiben. Die deutlich gestiegenen Impfzahlen der vergangenen Tage und Wochen zeigen, dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind und wir diesen jetzt konsequent weitergehen müssen."

Einschleppung nicht zu verhindern


Dr. Fabian Feil, Präsident des NLGA, erklärt zu dem Verdachtsfall: „Seit der Rückkehr aus Südafrika hatte die Person nur Kontakt im häuslichen Umfeld. Alle im Haushalt wohnenden Personen befinden sich derzeit in Isolation, weshalb weitere Infektionen durch Kontakt mit dem Verdachtsfall extrem unwahrscheinlich sind. Der Fall zeigt, dass der öffentliche Gesundheitsdienst in Niedersachsen sehr gut aufgestellt und sensibilisiert ist, um auch in unvorhergesehenen Situationen handlungsschnell und proaktiv zu agieren." Südafrika wurde am vergangenen Freitag neben sieben weiteren afrikanischen Ländern durch das RKI als Virusvariantengebiet eingestuft, wodurch bundesweit verschärfte Einreiseregeln gelten.

Auf lange Sicht werde es laut Dr. Feil allerdings praktisch unmöglich sein, den Eintrag einer ansteckenderen Virusvariante zu verhindern: „Bereits bei der Alpha- und Delta-Variante wurde deutlich, dass sich ansteckendere Varianten des Virus auch über Ländergrenzen hinweg durchsetzen. Sollten sich die Befürchtungen bestätigen, dass die Omikron-Linie mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 deutlich infektiöser ist als die Delta-Variante, wird sie sich auch bei uns in den nächsten Monaten durchsetzen. Es gilt daher umso mehr: Es kommt auf jede und jeden an, sich impfen zu lassen, die AHA+L-Regeln zu beachten und die Kontakte zu reduzieren, um die Pandemie zu bewältigen."


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