Braunschweig

Senioren weiterhin im Job gefragt


Symbolfoto: Pixabay
Symbolfoto: Pixabay Foto: Pixabay

Artikel teilen per:

23.01.2017

Braunschweig. Laut einer Auswertung der IKK classic, nimmt die Zahl der älteren Arbeitnehmer in den Betrieben, deutlich zu.



Im Juni 2015 waren noch 872 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Altersgruppe der über 65-Jährigen aktiv. LetztesJahr, stieg die Zahl bis Juni 2016 um 8,6 Prozent auf 947 an. Zudem bessern immer mehr Braunschweiger über 65 Jahre ihr Einkommen durch eine geringfügig entlohnte Beschäftigung (monatliches Arbeitsentgelt bis 450 Euro) auf: Die Anzahl der Minijobber legte im gleichen Zeitraum um 5,1 Prozent auf 2896 Personen zu.

Junge Arbeitnehmer häufiger krank


Der demografische Wandel in der Arbeitswelt und die sukzessive Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre macht es aus Sicht der Innungskrankenkasse notwendig, dass sich Unternehmen stärker für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter engagieren. „Ältere Beschäftigte erkranken zwar seltener, dafür sind die Krankheitsverläufe oft langwieriger. Jüngere Arbeitnehmer sind im Allgemeinen häufiger, dafür kürzer krank“, erläutert Thomas Wiechert von der IKK classic. „In Niedersachsen konnten die berufstätigen Versicherten der IKK classic über 60 Jahre im vergangenen Jahr durchschnittlich wegen 1,4 Krankschreibungen jeweils 22 Tage nicht am Arbeitsplatz erscheinen. Bei den unter 30-Jährigen waren es im Schnitt 1,9 Krankheitsfälle, die statistisch gesehen je 7 Tage dauerten.“

Ursachen für Arbeitsunfähigkeiten im Alter


Die Arbeitsunfähigkeitsstatistik der IKK verdeutlicht auch, dass sich die Ursachen für Krankschreibungen je nach Alter der Beschäftigten stark unterscheiden. Mit zunehmendem Alter führen vor allem chronische und altersbedingte Erkrankungen zu Fehlzeiten, insbesondere Muskel-Skeletterkrankungen bestimmen das Bild. „Bei Arbeitnehmern ab 60 Jahren verursachen Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems über ein Drittel der Arbeitsunfähigkeitstage (35 Prozent). Bei unter 30-Jährigen spielt diese Ursache mit weniger als 15 Prozent am Gesamtgeschehen eine geringere Rolle“, sagt Wiechert.


zur Startseite