Erziehermangel - Ausbildung effektiv reformieren

von Sandra Zecchino


„Tatenloses Warten können wir uns nicht leisten." Symbolfoto: Pixabay
„Tatenloses Warten können wir uns nicht leisten." Symbolfoto: Pixabay Foto: Pixabay

Salzgitter. Mehr Betreuungsplätze und die Einführung der dritten Krippenkraft führt zu einem kontinuierlichen Anstieg beim Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Um einem Mangel entgegenzuwirken spricht sich Oberbürgermeister Frank Klingebiel deutlich für eine Attraktivitätssteigerung der Erzieherausbildung aus.


Drei Jahre Erzieherausbildung, eine angemessene Ausbildungsvergütung sowie ein verlässlicher Ausbildungsvertrag für die Bewerber – das sind die Forderungen des Niedersächsischen Städtetages (NST) zur Reform der Erzieherausbildung, wie regionalHeute.de auf Anfrage mitgeteilt wird..

„Tatenloses Warten können wir uns nicht leisten. Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, sehen aber einen enormen Handlungsbedarf. Deshalb haben wir die unserer Sicht besten Ausbildungsmodelle aus den anderen Bundesländern präsentiert“, umschreibt Vizepräsident des NST, Frank Klingebiel den Vorschlag des Städtetages. Unter dem Motto „gleichwertig, aber nicht gleichartig“ hat der Niedersächsische Städtetag eine speziell auf Zielgruppen zugeschnittene Reform der Ausbildungsgänge für den Erzieherberuf vorgeschlagen.

Zwei unterschiedliche Ausbildungen


Der Vorschlag des Niedersächsischen Städtetages sieht zwei unterschiedliche Ausbildungen vor. Auszubildende mit einem Realschulabschluss könnten im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung den Abschluss als "Fachkraft für Kindertagsstätten" erlangen. Mit diesem Abschluss oder einem Abitur können Auszubildende im Rahmen einer ebenfalls dreijährigen Berufsausbildung den Abschluss als "Staatlich anerkannter Erzieher" erlangen. Beide Ausbildungen sollen nach den Vorstellungen des Städtetages als duale Ausbildungen durchgeführt und entsprechend vergütet werden.


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