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"Es ist 5 vor 12": Schulterschluss im Helmstedter Revier



Helmstedt

"Es ist 5 vor 12": Schulterschluss im Helmstedter Revier


Im Ratssaal wurde der Brandbrief unterzeichnet. Fotos: Landkreis Helmstedt
Im Ratssaal wurde der Brandbrief unterzeichnet. Fotos: Landkreis Helmstedt Foto: Landkreis Helmstedt

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Helmstedt. Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kommunen, Gewerkschaften und Verbänden folgten am Montag dem kurzfristigen Aufruf der Revierkommunen und unterzeichneten im Ratssaal einen Brandbrief an die Bundeskanzlerin. Das teilt der Landkreis Helmstedt mit.



Erst über die Presse sei Landrat Gerhard Radeck auf einen Entwurf eines Eckpunkte-Papiers der Bundesregierung zur Umsetzung der Empfehlungen der sogenannten Kohlekommission aufmerksam gemacht worden. Nach diesem Entwurf sollen nur die großen Reviere Lausitzer Revier, Rheinisches Revier und Mitteldeutsches Revier an den Fördermitteln partizipieren. Das Helmstedter Revier solle demnach sowohl beim 240 Millionen Euro schweren Sofortprogramm wie auch beim Strukturstärkungsgesetz, das Investitionen in die Reviere bis zum Jahr 2038 von insgesamt 40 Milliarden Euro vorsieht, leer ausgehen.

Radeck sowie die Bürgermeister der Revierkommunen Helmstedt und Schöningen luden daraufhin kurzfristig zum Schulterschluss ein. Es wurde deutlich gemacht, dass das Helmstedter Revier über eineinhalb Jahrhunderte unter großen Opfern der Bevölkerung für die Versorgungssicherheit Norddeutschlands gesorgt habe. Von ehemals 7.000 „Kumpeln“ seien nun noch lediglich 100 Arbeitsplätze übrig, nachdem der Bund das Kraftwerk Buschhaus vorzeitig in die Sicherheitsbereitschaft überführt habe. Dies sei ein Hauptgrund dafür, dass der Landkreis Helmstedt einer der strukturschwächsten Landkreise in Niedersachsen sei. Von allen Akteuren wurde vehement gefordert, dass der Landkreis Helmstedt nun nicht abgehängt werden dürfe.



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Unterstützt wurde die Veranstaltung von einer Protestaktion der Bergmannsvereine auf dem Marktplatz. Foto:



Auch die Gemeinde Lehre unterstützt den Brandbrief an Bundesregierung. Da sie ebenso von möglichen Auswirkungen des Strukturwandels betroffen sein könnte, unterstützt sie diese Aktion und kämpft mit für einen starken Landkreis Helmstedt. Das teilt die Gemeinde Lehre in einer Pressemitteilung mit.

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