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Fahrzeugkontrolle: 41-Jähriger droht Polizisten mit Schusswaffe

Der amtsbekannte Gewalttäter drohte der Streifenwagenbesatzung bereits bei der ersten Kontaktaufnahme mit dem Einsatz seiner Schusswaffe.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Anke Donner

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16.10.2020

Braunschweig. In der Nacht zu Freitag fiel einer zivilen Funkstreifenbesatzung ein BMW auf, der mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit den Bohlweg in Braunschweig befuhr. Die Beamten verloren das Fahrzeug jedoch aus den Augen. Kurze Zeit später fiel das Fahrzeug einer Funkstreife des Polizeikommissariats Mitte auf. Zu diesem Zeitpunkt befuhr der BMW mit hoher Geschwindigkeit die Friedrich-Wilhelm-Straße. Auf der Wallstraße gelang es den Beamten das Fahrzeug anzuhalten. Als sie den Fahrer durch das leicht geöffnete Fahrerfenster ansprachen, eskalierte die Situation. Der Mann gab an, dass er eine Schusswaffe bei sich hätte und diese auch einsetzen wird, wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet.



Sofort hätten die Beamten ihre Dienstwaffen gezogen und eine etwas geschütztere Position eingenommen. Dabei hätten sie den Fahrer mehrfach aufgefordert, das Fahrzeug zu verlassen und drohten den Gebrauch ihrer Dienstwaffen an. Der Fahrer habe daraufhin mit einer Flüssigkeit in Richtung eines Polizeibeamten gespritzt, der sofort Schmerzen in den Augen verspürt habe. Als der Fahrer zum Handschuhfach gegriffen habe und einen Gegenstand in die Hand nahm, hätten Polizisten davon ausgehen müssen, dass es sich um eine Schusswaffe handelte. Dabei hätten sie in Bruchteilen einer Sekunde entscheiden müssen, ob sie ihre Dienstwaffen einsetzen oder nicht und entschieden sich dagegen, da zeitgleich die angeforderte Verstärkung eingetroffen sei.

Täter wehrt sich mit Haarspray



Diesen Moment habe der BMW-Fahrer genutzt, sei aus seinem Fahrzeug gesprungen und Richtung Kofferraum gerannt. In diesem Moment sei es den Polizisten gelungen, die sich mit Schlägen und Tritten massiv wehrende Person zu überwältigen.

Bei dem Täter habe es sich um einen 41-jährigen Gifhorner gehandelt, der insbesondere in den letzten Tagen vermehrt durch Gewaltdelikte in Erscheinung getreten sei. Im Fahrzeug habe keine Schusswaffe aufgefunden werden können. Bei der Flüssigkeit, die der Mann versprüht hatte, habe es sich um Haarspray gehandelt.

Den Gifhorner würden nun Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung und verbotenen Kraftfahrzeugrennen erwarten.

Stete Fortbildung für Polizisten



Die intensive Vorbereitung durch Aus- und Fortbildungsinhalte von Einsatzkräften insbesondere zu Themen wie das Heraussprechen aus Fahrzeugen, Wahrnehmung / Erkennung und das Thema Schießen / nicht Schießen habe sich in dieser Nacht offenbar bewährt, so die Polizei weiter. Die Beamten hätten in dieser Situation sehr besonnen reagiert und nicht geschossen.


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