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Fast doppelt so viele arme Kinder wie im Bundesdurchschnitt

von Sandra Zecchino


Mehr als jedes 4. Kind in Salzgitter ist arm. Symbolbild: pixabay
Mehr als jedes 4. Kind in Salzgitter ist arm. Symbolbild: pixabay Foto: Pixabay

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27.10.2017

Salzgitter. 14,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland beziehen Leistungen nach dem SGB II. Damit hat der Anteil der Kinder, die auf „Hartz IV“ angewiesen sind, einen neuen Höchststand erreicht. Mit 28 Prozent liegt die Quote in Salzgitter deutlich über dem Durchschnitt.



Das zeigt eine neue Auswertung der aktuellsten verfügbaren Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (Stand Juni 2017) durch das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

Regional ist ein Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland zu erkennen. Im Osten sank der Wert seit Dezember 2011 leicht von 20,7 auf 19,8 Prozent. Damit liegt er jedoch immer noch deutliche über dem Anteil der Kinder in Westdeutschland, die vom Bezug von SGB II-Leistungen abhängig sind. Dort ist imm gleichen Zeitraum ein Anstieg von 10,9 auf 13,5 Prozent zu beobachten.

Anstieg verstärkte sich seit 2016


In Salzgitter ist die Quote seit Dezember 2011 um 11,5 Prozentpunkte auf 28 Prozent erhöht, wobei der Anstieg seit Beginn 2016 spürbar stärker wurde. Eine wahrscheinliche Ursache für diesen Anstieg ist der starke Zuzug von Flüchtlingen in die Stadt.Damit weist die Stadt Salzgitter die höchste SGB II-Quote unter Minderjährigen in der Region Braunschweig auf. Der Kreis mit der mit Abstand niedrigsten SGB II-Quote ist Gifhorn. Hier liegt die Quote bei "nur" acht Prozent.


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