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Faulpelz-Tag am 10. August – einfach mal abhängen



Goslar

Faulpelz-Tag am 10. August – einfach mal abhängen

von Anke Donner


IKK classic rät: Überforderung vorbeugen und Warnsignale für Burn-out ernst nehmen. Am kommenden Montag wäre ein guter Zeitpunkt, mal die Seele baumeln zu lassen. Symbolfoto: Archiv
IKK classic rät: Überforderung vorbeugen und Warnsignale für Burn-out ernst nehmen. Am kommenden Montag wäre ein guter Zeitpunkt, mal die Seele baumeln zu lassen. Symbolfoto: Archiv

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Goslar. Hoher Termindruck, ständige Erreichbarkeit, der Spagat zwischen Job und Familie – immer mehr Arbeitnehmer fühlen sich der hohen Belastung nicht mehr gewachsen. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der IKK classic gab jeder Dritte an, dass die beruflichen Anforderungen regelmäßig zu groß sind. Mit oftmals dramatischen Folgen für die Gesundheit. Die Krankenkasse rät deshalb, sich regelmäßig zu entspannen. „Ein guter Tag dafür ist der Faulpelz-Tag. Er wird weltweit jedes Jahr am 10. August gefeiert“, sagt Kerstin Anger, Gesundheitsexpertin der IKK classic.

Vier von fünf Befragten erklärten in der Umfrage, in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal trotz Krankheit zur Arbeit gegangen zu sein, 70 Prozent sogar mehrfach. Ebenso viele gaben als Grund an, sich aus Pflichtgefühl den Kollegen gegenüber nicht krankschreiben zu lassen. Ein Teufelskreis. Denn die ständige Überlastung fordere früher oder später ihren Tribut und ende immer häufiger in einem Burn-out. „Jeder von uns muss sich regelmäßig entspannen – und zwar nicht nur am Faulpelz-Tag“, so Kerstin Anger.


Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge verursache ein Burn-out im Schnitt mehr als 30 Krankheitstage pro Jahr. Auch bei den niedersächsischen Versicherten der IKK classic würden die psychischen Erkrankungen mittlerweile auf Rang vier der häufigsten Krankheitsursachen liegen. Bereits zehn Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage gingen darauf zurück. „Dauerhafte Überlastung ist keine normale Begleiterscheinung des Berufslebens, sondern ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko“, warnt Kerstin Anger.

Es gebe Warnsignale, die Betroffene, Familie und Freunde sowie Vorgesetzte ernst nehmen sollten: „Wenn jemand lustlos und gleichgültig ist oder zu Stimmungsschwankungen neigt. Wenn die Leistungsfähigkeit abnimmt, Verspannungen, Magen- und Rückenschmerzen auftreten oder wenn Dinge, die einem gut tun, auf einmal unwichtig scheinen.“ Dann sei schnelles Handeln gefragt. Um Stress generell vorzubeugen, helfe Sport. Ausdauersport mache stressresistent und wirke präventiv. Auch Yoga soll Entspannung bringen.


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