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Feuerwehreinsatz: Starkregen unterspülte Baustelle an der Abzucht in Goslar



Feuerwehreinsatz: Starkregen unterspülte Baustelle an der Abzucht

An der Baustelle sollten eigentlich Schäden vom Hochwasser 2017 behoben werden.

Einsatz an der havarierten Baustelle. Rechts im Bild befindet sich ein sogenannter Schreitbagger im Einsatz, der wegen seines Fahrwerks auch schwieriges Gelände meistern kann.
Einsatz an der havarierten Baustelle. Rechts im Bild befindet sich ein sogenannter Schreitbagger im Einsatz, der wegen seines Fahrwerks auch schwieriges Gelände meistern kann. Foto: Feuerwehr Goslar

Goslar. Am Samstagnachmittag ereignete sich in der Wasser-Baustelle der Abzucht ein langwieriger Einsatz für die Feuerwehr. Nach einem längeren Gewitterregen staute sich das Wasser und unterspülte die Baustelle. Eine Gefahr der Überschwemmungen für den Bereich um die Trollmönch-Brücke habe jedoch nicht bestanden, wie die Feuerwehr Goslar in einer Pressemitteilung berichtet.



Gegen 14 Uhr erkundete der Brandmeister vom Dienst gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde der Stadt Goslar den Bereich der Baustelle in der Abzucht an der Trollmönch-Brücke. Dort finden derzeit umfangreiche Sicherungs- und Instandsetzungsmaßnahmen nach dem Hochwasser aus dem Juli 2017 statt. Das sich über Goslar entladene Gewitter hatte am frühen Nachmittag für einen ausgiebigen Regen gesorgt, von Hochwasser könne jedoch nicht die Rede sein. Es war allerdings genug Wasser um sich an einer Engstelle zu stauen und im weiteren das Baufeld zu unterspülen. Dadurch wurden gesicherte Ver- und Entsorgungsleitungen freigespült. Eine Sicherung der Rohre und Kabel war unerlässlich.

Gemeinsam mit der für die Wasserbauarbeiten beauftragten Fachfirma wurden zunächst große Wasserrohre aus der Abzucht entnommen. In Abstimmung mit den Firmen Harz Energie und Eurawasser konnten die Ver- und Entsorgungsleitungen mit einer Vielzahl von Sandsäcken gesichert werden. Die doch filigranen Arbeiten konnten auch nur in reiner Handarbeit erfolgen. Mehrere Stunden zogen sich die Arbeiten hin. Fast 2000 Sandsäcke und mehrere sogenannte BigPacks wurden verbaut. Die Gefahrenstelle war beseitigt und der Wasserdurchfluss wieder gegeben.


Viel aus dem Hochwasser 2017 gelernt
Vieles hat sich bewährt. Aus dem Hochwasser 2017 sind viele Schlüsse und Lehren gezogen worden. Durch das erstellte Hochwasserkonzept konnte bereits einiges an Gerätschaften und Material beschafft werden. Aus der Hochwasserhalle war der schnelle Zugriff auf gefüllte Sandsäcke möglich. Die Feuerwehren Lengde, Weddingen und Immenrode sorgten mit der im vergangenen Jahr beschafften Sandsackfüllmaschine für Nachschub. Hier unterstützte auch die Firma Bagger-Friehe mit technischem Gerät und Personal. Mit einem zusätzlich beschafften Gerätewagen transportierte die Feuerwehr die Sandsäcke auf Paletten zwischen Vienenburg und Goslar. Innerhalb der Einsatzstelle rangierte der Teleskoplader gekonnt und zeitsparend die Paletten an die richtigen Stellen. Eine Bereicherung für solche Einsatzlagen.


Einsatzkräfte der Jerstedter Feuerwehr unterstützten bei der Sandsack-Kette. Im Goslarer Feuerwehrhaus war über die Dauer des Einsatzes eine Wachbereitschaft für mögliche parallele Einsatze vorgesehen. Feuerwehrfrauen und -männer besetzten das neue Tanklöschfahrzeug und die Drehleiter. Bei einem Einsatz in Jerstedt hätte dort die Feuerwehr Hahndorf den Brandschutz mit sichergestellt. Koordinierungen die Gesamteinsatzleiter Goslars stellvertretender Stadtbrandmeister Frank Slotta vorgenommen hatte. Einsatzleiter an der Trollmönch-Brücke war Jens Schur. Insgesamt befassten sich 100 ehrenamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr mit der Abarbeitung der eingetretenen Situation.

Aus der Nachbarschaft wurde unter anderem Kaffee gereicht. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten sei ruhig, professionell und zielorientiert verlaufen.


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