Sie sind hier: Region >

Feuerwehrgerätehaus: TC Schöningen hadert mit Kaufpreis



Helmstedt

Feuerwehrgerätehaus: TC Schöningen hadert mit Kaufpreis

von Bernd Dukiewitz


Der TC Schöningen hat bereits Anfang März ein Angebot abgegeben. Symbolfoto: Marc Angerstein
Der TC Schöningen hat bereits Anfang März ein Angebot abgegeben. Symbolfoto: Marc Angerstein Foto: Marc Angerstein

Artikel teilen per:

Helmstedt. Die Verhandlungen um das Feuerwehrgerätehaus in Schöningen ziehen sich bereits seit rund einem Jahr. Der TC Schöningen möchte das Gebäude gerne kaufen, die Stadt möchte es loswerden. Knackpunkt: Der Preis.



"Wir haben bereits Anfang März ein schriftliches Angebot hinterlegt", berichtet Fred Gronde, Vorsitzender des TC Schöningen. "Seitdem warten wir auf eine Antwort". Dabei ist der TC Schöningen der einzige Interessent an dem Objekt. "Wir haben noch sechs bis acht Wochen Zeit, dann wenden wir uns einem zweiten Objekt zu", erklärt Gronde. "Das gebietet die Fairness und ewig bleiben die Zinsen nicht so niedrig wie jetzt." Der Verein muss den Kauf des Gebäudes über eine Bank finanzieren, ist dementsprechend bemüht, die Kosten so gering wie möglich zu halten - das gilt auch für den Kaufpreis. "Es ist aber nicht so, dass wir der Stadt nur einen Euro bieten. Es würde eine schöne Summe in die Gemeindekasse wandern".

Verein müsste das Gebäude zudemnoch sanieren


Gronde stört sich aber noch am geforderten Kaufpreis, der in seinen Augen auf Grund des Bodenpreises zu hoch liege. "Drei Viertel des Geländes sind bepflastert, zudem ist das Gebäude ja weder eine Privatimmobilie noch ein Geschäft, daher ist der ermittelte Bodenpreis des Katasteramtes in unseren Augen zu hoch", so Gronde. Zudem sei auch am Gebäude selbst noch sehr viel zu machen. "Wir rechnen damit, dass wir drei bis fünf Jahre sanieren müssten", erklärt Gronde. So sei zum Beispiel die Heizung auszutauschen, die alleine rund 15.000 Euro kosten würde. "Wir können als Verein mit Ehrenamtlichen zwar viel selber leisten bei den Bauarbeiten, aber eben nicht alles". Gronde hofft, dass die Stadt ihre gesellschaftliche Funktion nicht vergisst, schließlich hole der Verein auch Jugendliche von der Straße.

Sollte es doch noch zum Kauf kommen, hat Gronde schon große Pläne für die Immobilie. "Zwar passt das Gebäude wie die Faust aufs Auge wegen der vielen Busstellplätze, aber wir würden natürlich noch einiges ändern wollen. Zum Beispiel würden wir gerne einige Räume zu "Sporthallen" ausbauen, eine Förderung durch den Landessportbund würden wir dafür ziemlich sicher bekommen".


zur Startseite