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FIBAV: "Standorte rings um die Oberzentren stärken"


In den Ballungszentren sind Immobilien kaum mehr erschwinglich. Symbolfoto: pixabay/Marc Angerstein
In den Ballungszentren sind Immobilien kaum mehr erschwinglich. Symbolfoto: pixabay/Marc Angerstein Foto: pixabay/Marc Angerstein

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20.06.2018

Region. Angesichts steigender Immobilienpreise auch in den Städten unserer Region fordert die FIBAV Unternehmensgruppe aus Königslutter einen politischen Diskurs. Die Standorte rings um die Oberzentren müssten gestärkt werden.


„Der Traum vom Haus ist ausgeträumt“ titelt die Wirtschaftswoche in einem aktuellen Beitrag und beruft sich dabei auf Umfragen unter Mietern, beispielsweise der „Wohntraumstudie“ der Interhyp 2016. Demnach sind die Preise für Immobilien in Ballungszentren in den vergangenen Jahren derart gestiegen, dass sich Durchschnittsverdiener den Hauskauf schlicht aus dem Kopf schlagen müssen, wie auch die Immobilienmarkt-Studie „Wohnatlas 2017“ des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) aufzeigt.

Für die FIBAV Unternehmensgruppe mit Sitz in Königslutter kommen diese Erkenntnisse keineswegs überraschend. Sven Hansmeier, geschäftsführender Gesellschafter der FIBAV: „Wir weisen seit Jahren im politischen Raum und gegenüber den berichterstattenden Medien auf diese Problematik hin, die keineswegs nur große Städte wie Berlin oder München betrifft, sondern auch direkt unsere Region und andere Regionen mit kleineren Großstädten: In Braunschweig und Wolfsburg, aber auch schon Wolfenbüttel, entwickeln sich die Immobilienpreise extrem. Auch die Preise für Bauland steigen dort seit Jahren überproportional – zu Lasten der Bauherren. Selbst die öffentliche Hand macht dieses Spiel mit und vermarktet die Flächen zu immer höheren Preisen. Damit werden ganze Schichten der Gesellschaft vom Kauf eines Hauses oder einer Wohnung ausgeschlossen.“

Man kann nicht nur in Braunschweig oder Wolfsburg leben


Mehr denn je, so Hansmeier, sei ein politischer Diskurs in unserer Region vonnöten: „Es ist nicht so, dass man in unserer Region nur in Braunschweig oder Wolfsburg leben kann. Auch die ländlichen Bereiche sind attraktiv.“ Es gelte, die Standorte rings um die Oberzentren zu stärken und die Menschen somit durch Taten zu überzeugen, dass auch dort ein ausgezeichneter Lebensmittelpunkt bei vorhandener ausgezeichneter Infrastruktur vor Ort liegen kann: „Pendler brauchen allerdings ebenso vernünftige Verkehrswege und deutlich besser ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr wie auch Familien und Senioren.“ Wenn die Parameter stimmen, könne die Situation entzerrt und damit die gesamte Region gestärkt werden: „Der Blick von Politik, Verwaltung und Kammern war im letzten Jahrzehnt auf die Unternehmen und deren Entwicklungsperspektiven gerichtet. Wohnen und Leben für alle Bevölkerungsschichten wurden wohl schlicht vergessen.“


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